13.10.2021 - UpNano GmbH

Start-up gelingt 3D-Druck-Überraschung: Schwarzes(!) Material erlaubt Photopolymerisation

In Kombination mit einem neuen transparenten Material können komplette optische Systeme gedruckt werden

Endlich können hoch-präzise 3D-Strukturen durch Verwendung eines 2-Photonen Polymerisation (2PP) 3D-Druckverfahrens auch in Schwarz gedruckt werden. Dies schien über lange Zeit unmöglich, weil nicht-lichtdurchlässige (schwarze) Materialien die Polymerisationseffizienz des Druckprozesses stark reduzieren. Jetzt war allerdings die auf 2PP 3D-Druck spezialisierte UpNano GmbH in der Entwicklung eines solchen Materials höchst erfolgreich – und profitiert dabei wieder einmal mehr vom außergewöhnlich starken Laser ihres NanoOne-Drucksystems. Das passenderweise UpBlack genannte Material kann sehr einfach mit dem kürzlich entwickelten transluzenten Material UpOpto kombiniert werden, wodurch nun komplette optische Systeme (Linsen & Halterungen) mit nur einem Drucksystem hergestellt werden können.

Es klingt wie ein Widerspruch in sich: Photopolymerisation eines nicht-lichtdurchlässigen Materials. Aber dass dies tatsächlich möglich ist, hat UpNano jetzt bewiesen. Das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens ist die Laserstärke des NanoOne (von bis zu 1 Watt) – etliche Male stärker als in vergleichbaren Systemen. Trotz der hohen Lichtabsorption von UpBlack ist dieser Laser stark genug, um ausreichende Energie für die Polymerisation des flüssigen Photopolymers während des Herstellungsprozesses bereitzustellen und so die Polymerisation überhaupt möglich zu machen.

Optimal für Optik

UpBlack ist ideal geeignet für den Druck von optischen Systemen. Diese benötigen oft nicht-lichtdurchlässige Halterungsstrukturen für Linsen oder andere transluzente optische Teile. Auch diese können nun bei hoher Auflösung mit UpNanos NanoOne-3D-Drucksystem gefertigt werden. “Ergänzend haben wir ein optisch transparentes Material entwickelt, das ebenfalls kommerziell erhältlich ist”, erklärt Bernhard Küenburg, CEO von UpNano. “Unser UpOpto besticht durch seine außergewöhnlich niedrige Fluoreszenz, die ansonsten ja oft mit vielen optischen, biologischen und medizinischen Anwendungen interferiert.“ Tatsächlich zeigt UpOpto eine hohe Biokompatibilität und wurde aufgrund seiner Nicht-Zytotoxizität nach EN ISO 10993-5:2009 zertifiziert, was für Kunden, die mit Mikrofluiden arbeiten, besonders wichtig ist. „Durch die kombinierte Verwendung von UpBlack und UpOpto”, weist Bernhard Küenburg hin, “können unsere Kund*innen vollständige optische Systeme mit nur einem System herstellen.” Und etliche Kunden von UpNano – darunter ein großer asiatischer Technologiekonzern – haben bereits Vorteile aus dieser Innovation gezogen.

Aber nicht nur die starke Laserleistung unterscheidet NanoOne-Drucker von vergleichbaren Systemen, sondern auch der optimierte optische Aufbau, die patentierte adaptive Auflösungstechnologie und die smarten Laserscanning-Algorithmen. Alles zusammen erlaubt eine hochauflösende 3D-Drucktechnik über 12 Größenordnungen – und das innerhalb von bisher nie erreichten, kurzen Produktionszeiten.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • 3D-Druck
  • Photopolymerisation
  • Zweiphotonen-Polymerisation
Mehr über UpNano
  • News

    Zwei TU Wien-Spin-offs unter den Top-Jungunternehmen Österreichs

    Das Wirtschaftsmagazin „Gewinn“ prämierte die besten 100 Jungunternehmen Österreichs. Unter den Top 10 sind Cubicure und Upnano, zwei Spin-offs der TU Wien. Noch vor einigen Jahren waren 3D-Drucker etwas Exotisches, Kurioses. Heute sind sie wichtige Werkzeuge, die in vielen Bereichen der In ... mehr