05.11.2021 - LANXESS AG

LANXESS mit starkem dritten Quartal 2021

Umsatz mit 1,951 Milliarden Euro um 33,5 Prozent über Vorjahreswert

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS behauptet sich auch in einem herausfordernden Umfeld: Trotz stark gestiegener Rohstoff-, Energie- und Frachtkosten stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen im dritten Quartal 2021 um 44,0 Prozent auf 278 Millionen Euro nach 193 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Zum starken Ergebnis trugen alle Segmente bei – insbesondere Specialty Additives und Engineering Materials. Die deutlich gestiegenen Rohstoffpreise hat LANXESS durch höhere Verkaufspreise weitergereicht. Auch die drei in diesem Geschäftsjahr abgeschlossenen Akquisitionen, besonders die von Emerald Kalama Chemical, haben zum guten Ergebnis beigetragen. Nachteilige Wechselkurseffekte, in erster Linie aus dem US-Dollar, ganz besonders jedoch höhere Energie- und Frachtkosten verhinderten einen weiteren Anstieg des Ergebnisses. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg im dritten Quartal auf 14,2 Prozent nach 13,2 Prozent im Vorjahresquartal.

„Auch das dritte Quartal dieses Jahres stand ganz im Zeichen des Wachstums. Unser operatives Geschäft hat sich weiter erfreulich entwickelt und wir haben die stark gestiegenen Rohstoffkosten erfolgreich weitergegeben. Mit der angekündigten Akquisition von IFF Microbial Control bauen wir zudem unser Segment Consumer Protection künftig noch einmal deutlich aus. Das macht uns noch stabiler und profitabler“, sagte Matthias Zachert, Vorsitzender des Vorstands der LANXESS AG. „Der beispiellose Anstieg von Energie-, Rohstoff- und Frachtkosten geht aber auch an uns nicht spurlos vorbei. Wir gehen davon aus, dass der Kostendruck im vierten Quartal noch einmal zunehmen wird.“ Aufgrund dieser Kostensteigerungen, angespannter Lieferketten sowie Stromrationierungen in China, die die Produktion dort belasten, erwartet LANXESS ein Jahresergebnis am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite von 1 Milliarde bis 1,05 Millliarden Euro.

Mit einem Zuwachs von 33,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielte LANXESS im dritten Quartal 2021 einen Umsatz von 1,951 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft lag mit 68 Millionen Euro deutlich über dem des dritten Quartals 2020, in dem LANXESS 25 Millionen Euro erzielte. Grund dafür war die gute Entwicklung der operativen Geschäfte und der Beitrag von Emerald Kalama Chemical.

Segment Consumer Protection wächst weiter

Mit der geplanten Übernahme des Geschäftsbereichs Microbial Control vom US-amerikanischen Konzern International Flavors & Fragrances Inc. (IFF) setzt LANXESS seinen Wachstumskurs fort. Hierzu haben beide Unternehmen im August einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite Quartal 2022 geplant. IFF Microbial Control ist einer der führenden Anbieter von antimikrobiellen Wirkstoffen und Formulierungen für Materialschutz, Konservierungs- und Desinfektionsmittel. Das Unternehmen erwirtschaftet einen jährlichen Umsatz von rund 450 Millionen US-Dollar (rund 380 Millionen Euro*) und ein EBITDA von etwa 100 Millionen US-Dollar (etwa 85 Millionen Euro*). Innerhalb von vier Jahren nach Abschluss der Transaktion erwartet LANXESS durch Synergien einen zusätzlichen jährlichen EBITDA-Beitrag von rund 35 Millionen US-Dollar (etwa 30 Millionen Euro).

Segmente: Steigende Nachfrage und Preise treiben Ergebnis

Dank höherer Verkaufspreise durch die Weitergabe gestiegener Rohstoffkosten und einer weiterhin guten Nachfrage verbuchte das Segment Advanced Intermediates im dritten Quartal 2021 einen höheren Umsatz. Er stieg um 28,7 Prozent von 414 Millionen Euro auf 533 Millionen Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments erreichte 84 Millionen Euro und lag damit 18,3 Prozent über dem Vorjahreswert von 71 Millionen Euro, auch wenn besonders in diesem Segment höhere Energiepreise sowie gestiegene Frachtkosten und nachteilige Wechselkurseinflüsse ergebnismindernd wirkten. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen sank auf 15,8 Prozent nach 17,1 im Vorjahresquartal.

Das Segment Specialty Additives profitierte von höheren Verkaufspreisen sowie einer verbesserten Nachfrage in allen Geschäftsbereichen. So wuchs der Umsatz im dritten Quartal 2021 um 29,8 Prozent von 466 Millionen Euro auf 605 Millionen Euro. Obwohl gestiegene Frachtkosten sowie nachteilige Wechselkurseffekte das Ergebnis belasteten, lag das EBITDA vor Sondereinflüssen um 72,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 59 Millionen Euro. Mit 102 Millionen Euro erzielte das Segment sogar das beste Ergebnis in seiner Geschichte. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erreichte 16,9 Prozent nach 12,7 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Umsatz und Ergebnis des Segments Consumer Protection haben sich im dritten Quartal 2021 positiv entwickelt. Das ist besonders auf den neuen Geschäftsbereich Flavors & Fragrances zurückzuführen, der Anfang August mit der Übernahme von Emerald Kalama Chemical gegründet wurde. Positiv wirkten auch die Akquisitionen von Theseo und INTACE sowie höhere Verkaufspreise. Der Umsatz wuchs um 27,0 Prozent und betrug 353 Millionen Euro nach 278 Millionen Euro im Vorjahr. Dem positiven Ergebnisbeitrag von Emerald Kalama Chemical standen stark gestiegene Energie- und Frachtkosten sowie ein ungeplanter Produktionsstillstand bei Saltigo entgegen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments lag mit 60 Millionen Euro daher nur um 1,7 Prozent über dem Wert des Vorjahres von 59 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erreichte 17,0 Prozent im Vergleich zu 21,2 Prozent im Vorjahr.

Aufgrund höherer Verkaufspreise und gestiegener Absatzmengen erzielte das Segment Engineering Materials einen deutlich höheren Umsatz. Hier hatte besonders die weiterhin sehr gute Nachfrage aus der Automobilindustrie einen großen Anteil. Der Umsatz stieg um 53,0 Prozent im Vergleich zum stark pandemiegeprägten Vorjahresquartal von 285 Millionen Euro auf 436 Millionen Euro. Obwohl höhere Energie- und Frachtkosten einen negativen Effekt auf das Ergebnis hatten, stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen in diesem Segment um 87,9 Prozent von 33 Millionen Euro auf 62 Millionen Euro. Damit erreichte die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen 14,2 Prozent im Vergleich zu 11,6 Prozent im Vorjahreszeitraum.

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