15.12.2022 - Carl Zeiss AG

Erneut sehr erfolgreiches Geschäftsjahr für die ZEISS Gruppe

Deutliches Umsatzwachstum trotz herausfordernder geopolitischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf 8,8 Milliarden Euro

Die ZEISS Gruppe erzielte trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen über alle Sparten hinweg ein deutliches Wachstum. Im Geschäftsjahr 2021/22 (Bilanzstichtag: 30. September 2022) stieg der Umsatz um 16% mit 8,8 Milliarden Euro erstmals auf über 8 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,5 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte mit 1,6 Milliarden Euro ebenfalls einen neuen Höchststand (Vorjahr: 1,5 Mrd. Euro). Die ZEISS Gruppe steigerte den Auftragseingang deutlich um +19% auf ein neues Höchstniveau von 10,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,0 Mrd. Euro).

„Das vergangene Jahr war ohne Zweifel durch die geopolitischen Rahmenbedingungen an vielen Stellen herausfordernd. Dennoch können wir wirtschaftlich mit hoher Zufriedenheit auf ein erneut erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken“, sagte Dr. Karl Lamprecht, Vorstandsvorsitzender von ZEISS. „Zum ersten Mal in unserer Geschichte haben wir mit dem Jahresumsatz die 8-Milliarden-Euro-Schwelle überschritten. Dazu tragen alle vier ZEISS Sparten und über 38.000 Mitarbeitende bei. Wir wachsen und investieren gleichzeitig weltweit in die Zukunft. Der Erfolg zeigt, dass wir mit unserer auf Megatrends ausgerichteten Strategie auf dem richtigen Weg sind.“

Entwicklung der Sparten

Die Sparte Semiconductor Manufacturing Technology erzielte erneut ein Umsatzhoch. Die hohe Nachfrage nach Fertigungsausrüstung zur Halbleiterherstellung und insbesondere nach Deep Ultra Violet (DUV)- und Extreme Ultra Violet (EUV)-Lithographiesystemen setzte sich auch im Geschäftsjahr 2021/22 fort. Die EUV-Lithographie ist für die Halbleiterbranche die Schlüsseltechnologie, um die weitere Miniaturisierung von Mikrochips zu ermöglichen. Mit der nächsten EUV-Generation, High-NA-EUV, lassen sich künftig noch leistungsfähigere und energieeffizientere Chips zu geringeren Kosten produzieren.

Die Sparte Industrial Quality & Research konnte den Umsatz deutlich steigern. Dazu trugen im Bereich industrielle Qualitätssicherung insbesondere die hohen Investitionen der Automobilindustrie in alternative Antriebstechnologien bei. Ebenfalls positiv entwickelte sich die Nachfrage nach optischer Messtechnik sowie nach Softwareprodukten. Das Geschäft mit Mikroskopiesystemen für Forschung und Wissenschaft entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr weiter positiv und ist in allen Regionen in der Berichtsperiode gewachsen. Die Nachfrage im Bereich der Röntgenstrahlmikroskope und in den Bereichen Licht- und Elektronenmikroskopie sowie im Servicegeschäft ist gestiegen.

Die Sparte Medical Technology erzielte ebenfalls ein deutliches Umsatzwachstum. Die positive Entwicklung des Produktmix mit einem hohen Anteil an Verbrauchsmaterialien und wiederkehrenden Umsätzen, die starke Nachfrage im Gerätegeschäft und der hohe Auftragseingang trugen zu einer positiven Entwicklung des Geschäfts – trotz angespannter Lieferketten – bei. Die Investitionen in Zukunftstechnologien, unter anderem über Zukäufe, Beteiligungen und Partnerschaften, schreiten weiter voran.

Auch in der Sparte Consumer Markets stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2021/22 gegenüber dem Vorjahr. Wachstum generierte der strategische Geschäftsbereich Vision Care in allen Regionen – besonders mit ZEISS Markenbrillengläsern, Innovationen und digitalen Angeboten. Mit Innovationen und erweiterter Markterschließung entwickelte sich auch der Umsatz für Naturbeobachtung und Jagdoptik positiv. Mit der Wiederaufnahme von Filmproduktionen im Berichtszeitraum ist auch das Geschäft mit Filmobjektiven im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Kennzahlen

Das Eigenkapital stieg im Vergleich zum Geschäftsjahresabschluss 2020/21 um 30,6% auf 7,173 Milliarden Euro (30. September 2021: 5,494 Mrd. Euro), was einer Eigenkapitalquote von 55% entspricht (Vorjahr: 52%). 

Die ZEISS Gruppe ist weiter auf einem dynamischen Wachstumspfad und setzt auf Innovationskraft für die Zukunft. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden weiter gesteigert und betrugen mit 1.151 Millionen Euro rund 13% des Umsatzes (Vorjahr: 943 Mio. Euro). In den Entwicklungsabteilungen der ZEISS Gruppe arbeiten mehr als 5.200 Mitarbeitende daran, die Innovationskraft weiter auszubauen. Dies spiegelt sich auch in der Anzahl der Patente wider: Weltweit hielt ZEISS zum Bilanzstichtag rund 10.500 Patente.

In der Region APAC konnte ein deutliches Umsatzwachstum generiert werden (+22%), auch die Regionen Americas und EMEA verzeichneten ein Umsatzwachstum. Damit befinden sich alle Regionen weiterhin auf einem guten Wachstumskurs und trugen erneut zur positiven Entwicklung von ZEISS bei.

„Einer unserer Erfolgsfaktoren ist unsere fokussierte Investitionsstrategie. Die anhaltend hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die bei 13% des Umsatzes liegen, sind unsere Investition in die Zukunft – mit 1.151 Millionen Euro erreichen sie einen neuen Höchststand“, so Dr. Christian Müller, Finanzvorstand der Carl Zeiss AG. „Nachhaltigkeit spielt für uns eine große Rolle. Das Engagement für das Gemeinwohl und die Lösung wichtiger gesellschaftlicher Fragen gehören zu unserem Selbstverständnis“, so Müller weiter.

Neben den hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung investiert ZEISS auch gezielt in den Ausbau von Infrastruktur, nicht nur am Hauptstandort in Ostwürttemberg, sondern auch in Jena, Wetzlar, Dresden und an weiteren Standorten in Deutschland sowie weltweit, zum Beispiel in Indien. Damit trägt das Unternehmen dem beschleunigten Wachstum Rechnung. Der gezielte Ausbau von Infrastruktur sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und den Innovationsvorsprung durch erhöhte Forschungs-, Produktions- und Entwicklungskapazitäten.

Die ZEISS Gruppe beschäftigte zum Stichtag 30. September 2022 in seinen Unternehmenseinheiten weltweit 38.770 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 35.375 Mitarbeitende). Die Anzahl der Mitarbeitenden stieg damit im Vergleich zum 30. September 2021 um 10%.

Ausblick

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind nach wie vor von hoher Unsicherheit geprägt – mit starken Auswirkungen auf die globalen Wirtschaftskreisläufe. „Wir beobachten die Entwicklungen und damit verbundenen Risiken sehr aufmerksam und bereiten uns bestmöglich vor, um auf neue Situationen und Herausforderungen schnell und zielführend reagieren zu können. Die Geschäftsentwicklung der ZEISS Gruppe für das Geschäftsjahr 2022/23 beurteilen wir nach wie vor positiv“, so Lamprecht abschließend.

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