GETEC sichert erneuerbare Energieversorgung für deutschen Chemiestandort

Bis zu 90 Prozent des Dampfbedarfs und bis zu 80 Prozent des Strombedarfs werden künftig über Biomasse gedeckt werden

02.07.2026

GETEC realisiert gemeinsam mit der Albemarle Corporation ein wegweisendes Projekt zur erneuerbaren Energieversorgung am deutschen Produktionsstandort des global agierenden US-Unternehmens in Langelsheim. Die maßgeschneiderte Lösung stärkt die emissionsarme Energieversorgung des Werks und reduziert dessen Abhängigkeit von Erdgas deutlich. Das Projekt unterstreicht die Rolle von GETEC als strategischer Partner der Industrie – bei der Dekarbonisierung ebenso wie bei der Sicherung kritischer Energieinfrastruktur. 

Albemarle Corporation

Albemarle Produktionsstätte Langelsheim

Durch die Anbindung an ein nahegelegenes Biomassekraftwerk von GETEC sollen künftig bis zu 90 Prozent des Dampfbedarfs und bis zu 80 Prozent des Strombedarfs des Standorts über Energie aus Biomasse gedeckt werden.  

„Wir freuen uns, Albemarle bei diesem wichtigen Schritt hin zu einer resilienteren und erneuerbaren Energieversorgung zu unterstützen“, sagt Dr. Guido Zimmermann, CEO von GETEC Deutschland. „Unser Biomassekonzept verbindet langfristige Versorgungssicherheit mit verantwortungsvoller Beschaffung – und bietet Industriestandorten wie Langelsheim eine zuverlässige und zukunftsfähige Alternative. Diese Partnerschaft zeigt, wie Industrie und Energiewirtschaft gemeinsam die Energiewende voranbringen können.“ 

GETEC wird die Biomasseanlage betreiben, die langfristige Brennstoffversorgung und die zuverlässige Lieferung von Dampf und Strom an den Standort Langelsheim unterstützen. Die Biomasseanlage nutzt zertifizierte Holzhackschnitzel sowie Landschaftspflegematerialien als Brennstoffe. Das Versorgungskonzept basiert auf verantwortungsvoll beschafften regionalen Materialströmen.  

Die langfristigen Liefervereinbarungen zwischen Albemarle und GETEC verbinden Versorgungssicherheit mit Klimaschutz: Während sie die Betriebsstabilität des Standorts gewährleisten, ermöglichen sie zugleich eine Reduzierung des CO₂-Ausstoßes, da das bei der Verbrennung der Biomasse freigesetzte CO₂ durch die CO₂-Aufnahme während des Biomassewachstums ausgeglichen wird. Insgesamt werden die Treibhausgasemissionen um rund 20.000 Tonnen pro Jahr verringert. 

Nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen im Mai 2026 soll der Bau der Verbindungsleitung zwischen den beiden Anlagen im Oktober 2026 starten. Die Inbetriebnahme ist bereits für Ende 2027 vorgesehen.

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