Smoltek Hydrogen und Heraeus Precious Metals treiben Elektrolysetechnologie der nächsten Generation voran

Nanostrukturierte Elektrode soll Iridium-Bedarf in der PEM-Elektrolyse drastisch senken

11.08.2026

Die Smoltek Nanotech Holding AB gibt bekannt, dass ihre Tochtergesellschaft Smoltek Hydrogen und Heraeus Precious Metals ihre strategische Zusammenarbeit zur Entwicklung poröser Transportelektroden (PTEs) der nächsten Generation mit extrem geringem Iridiumgehalt für die Wasserstoffelektrolyse mittels Protonenaustauschmembran (PEM) vorantreiben. Als wichtigen Meilenstein dieser Partnerschaft werden die Unternehmen in diesem Herbst einen strengen Langzeittest zur Haltbarkeit über 3.000 Stunden starten.

Smoltek, AI generated illustration

Symbolbild: Die Kombination aus der firmeneigenen Nanotechnologie von Smoltek und den Iridiumkatalysatoren mit geringer Beladung von Heraeus Precious Metals führt zu einem deutlich geringeren Iridiumverbrauch bei hoher katalytischer Aktivität und Leitfähigkeit.

Die Testreihe wird insbesondere die langfristige Betriebsstabilität der von Smoltek entwickelten nanostrukturierten Iridium-Katalysatorschicht bewerten und stellt einen entscheidenden Schritt in Richtung der Kommerzialisierung und großtechnischen Industrialisierung einer kosteneffizienten Produktion von grünem Wasserstoff dar.

Die Zusammenarbeit nutzt die innovative Nanotechnologie von Smoltek in Verbindung mit der weltweit führenden Expertise von Heraeus Precious Metals im Bereich Edelmetall-Elektrokatalysatoren und Materialanalyse.

„Unsere nanostrukturierte Schicht bietet die einzigartige Fähigkeit, die Ladungs- und Stofftransporteigenschaften bei einer Dicke von nur wenigen Mikrometern zu maximieren. Durch die Optimierung dieser spezifischen Katalysatorarchitektur können wir gleichzeitig einen hohen Wirkungsgrad des Elektrolyseurs aufrechterhalten und gleichzeitig die benötigte Iridiummenge erfolgreich auf eine Beladung von unter 0,1 mg/cm² reduzieren“, sagt Fabian Wenger, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Smoltek Hydrogen.

Tests und Validierungen sind entscheidend für den Übergang dieses Durchbruchs vom Labor in die industrielle Anwendung. Heraeus Precious Metals wird die bevorstehende Testphase leiten und umfangreiche Ressourcen bereitstellen, um die Leistung des Katalysators unter realistischen Betriebsbedingungen zu bewerten.

„Wir freuen uns darauf, diese umfangreiche Testreihe zu starten und die entscheidenden Materialanalysen bereitzustellen, die zur Validierung dieser Technologie erforderlich sind. Mit unseren Kompetenzen werden wir alle Schritte hin zur Industrialisierung dieser vielversprechenden PTEs mit extrem geringem Iridiumgehalt durch unsere umfassenden Analyse- und Testkapazitäten weiterhin unterstützen“, sagt Christian Gebauer, Leiter Innovation im Geschäftsbereich Hydrogen Systems bei Heraeus Precious Metals.

Diese gemeinsame Initiative zielt direkt auf einen der größten Engpässe bei der Skalierung der PEM-Elektrolyse ab: die hohen Kosten für Iridium. Durch die drastische Reduzierung der erforderlichen Beladung ohne Einbußen bei der Haltbarkeit ebnen Smoltek Hydrogen und Heraeus Precious Metals den Weg für den nachhaltigen Ausbau der globalen Infrastruktur für grünen Wasserstoff.

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