Sunfire beginnt Bau einer SOEC-Testanlage am BASF-Standort Schwarzheide

Hochtemperatur-Elektrolyse soll Wirkungsgrade von bis zu 89% LHV erreichen und grünen Wasserstoff günstiger machen

25.08.2026
© BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH

Foto von links: Anne Francken, Kaufmännische Geschäftsführerin BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH, Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH, Nils Aldag, CEO Sunfire, Christian von Olshausen, CTO Sunfire.

Der Industriepark Lausitz und Sunfire haben im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Industrie den offiziellen Spatenstich für eine grüne Wasserstoff-Testanlage gesetzt. In Schwarzheide wird Sunfire künftig seine neueste und leistungsstärkste SOEC-Produktgeneration im industriellen Umfeld validieren.

Die Hochtemperatur-Elektrolyse (SOEC) nutzt verfügbare Abwärme und ermöglicht dadurch eine höchst effiziente Wasserstoffproduktion. Als Innovationsführer hat Sunfire die Entwicklung der Technologie maßgeblich geprägt und erreicht Rekordwirkungsgrade von bis zu 89% LHV, AC [1] . Mit der Ansiedlung der SOEC-Testanlage stärkt das Projekt die Lausitz als Standort für Zukunftstechnologien.

Nils Aldag, CEO von Sunfire: „Sunfire steht für grüne Wasserstofftechnologien, ‚Made in Germany‘. Während unsere Druck-Alkali-Elektrolyseure bereits heute in industriellen Großprojekten in ganz Europa erfolgreich zum Einsatz kommen, sehen wir auch in der Hochtemperatur-Elektrolyse einen entscheidenden Hebel für die Energiewende. Die SOEC-Technologie hat das Potenzial zur weiteren Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung der Industrie zu werden. Als SOEC-Weltmarktführer gestalten wir diese Entwicklung maßgeblich mit. Mit der Testanlage am BASF-Standort Schwarzheide setzen wir unsere SOEC-Strategie konsequent um und treiben die Kommerzialisierung der Technologie weiter voran. Der Standort bietet ideale Voraussetzungen, um den Markthochlauf der Hochtemperatur-Elektrolyse weiter zu beschleunigen.“

Christian von Olshausen, CTO von Sunfire: „Mit unserer SOEC-Technologie zeigen wir das volle Potenzial deutscher Ingenieurs-Expertise. Durch die Nutzung verfügbarer Abwärme erreicht die Hochtemperatur-Elektrolyse Rekordwirkungsgrade und kann die Gestehungskosten für grünen Wasserstoff und Synthesegas deutlich senken. Der Spatenstich für die Testanlage im Industriepark Lausitz markiert einen wichtigen Meilenstein: Mit der Validierung unter realen Industriebedingungen schließen wir die letzten Schritte vor der Umsetzung erster kommerzieller Anwendungen ab. Als Innovationsführer in der Hochtemperatur-Elektrolyse bauen wir auf unsere umfangreiche Erfahrung aus industriellen Demonstrationsprojekten auf und gewinnen durch praxisnahe Langzeittests zusätzliche Erkenntnisse für die erfolgreiche Skalierung.“

Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH: „Mit Sunfire haben wir für den Zukunftsmarkt Wasserstoff einen echten Branchenprimus und internationalen Technologieführer für den Industriepark Lausitz gewonnen. Das ist ein starkes Signal für die Attraktivität unseres Standorts. Entscheidend waren neben unserer leistungsfähigen Infrastruktur und dem industriellen Umfeld, vor allem unsere Umsetzungsgeschwindigkeit. Durch eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten wir in kürzester Zeit die Voraussetzungen für den Netzanschluss der Testanlage schaffen und einen ambitionierten Projektzeitplan realisieren. Unser Anspruch ist es, Investitionen nicht nur zu ermöglichen, sondern sie schneller Realität werden zu lassen.“

Anne Francken, Kaufmännische Geschäftsführerin BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH: „Die Grundlage für dieses Projekt wurde lange vor dem heutigen Spatenstich gelegt – in einer vertrauensvollen und lösungsorientierten Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Sunfire haben wir die Rahmenbedingungen geschaffen, um ein anspruchsvolles Vorhaben auf den Weg zu bringen. Solche Projekte gelingen nur, wenn alle Beteiligten ihr Know-how einbringen und gemeinsame Lösungen entwickeln. Umso mehr freuen wir uns, dass wir diesen Meilenstein heute gemeinsam feiern können.“

[1] Erwarteter Wirkungsgrad von GEN 3 der SOEC-Elektrolyseure von Sunfire. Wirkungsgrad von 84 % LHV, AC nachgewiesen im EU-finanzierten GrInHy2.0-Projekt im Jahr 2022 mit GEN 1.

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