Moeve beginnt mit dem Bau der größten Anlage für grünen Wasserstoff in Europa
Erste Phase des "Onuba"-Projekts zielt auf 45.000 t erneuerbarem Wasserstoff pro Jahr ab und hat 304 Mio. € an EU-Fördergeldern erhalten
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Moeve hat den Baubeginn der ersten Phase des „Andalusian Green Hydrogen Valley“, Europas größtem Projekt für erneuerbaren Wasserstoff, mit einer Veranstaltung in Palos de la Frontera, Huelva, den Baubeginn der ersten Phase des „Andalusian Green Hydrogen Valley“, Europas größtem Projekt für erneuerbaren Wasserstoff, mit einer Veranstaltung gefeiert. An der Veranstaltung nahmen hochrangige Vertreter der spanischen Regierung, der Europäischen Kommission, der Regionalregierung von Andalusien, der Gemeinden Palos de la Frontera und Huelva sowie führende Vertreter der Wirtschaft teil, die an dem Projekt beteiligt sind oder es unterstützen. Ihre Anwesenheit unterstrich die strategische Bedeutung dieser wegweisenden Initiative, die darauf abzielt, einen neuen Markt für erneuerbaren Wasserstoff zu etablieren und Spanien weltweit an die Spitze dieser Branche zu bringen.
„Onuba“ ist der Name für die erste Phase des andalusischen „Green Hydrogen Valley“. Onuba wird im Moeve-Energiepark in Palos de la Frontera (Huelva) angesiedelt sein und über eine anfängliche Elektrolysekapazität von 300 MW verfügen, mit der Option auf eine Erweiterung um weitere 105 MW. Das Projekt umfasst eine Gesamtinvestition von mehr als 1 Milliarde Euro, einschließlich der zugehörigen Infrastruktur und der Errichtung einer eigenen Photovoltaikanlage für den Eigenverbrauch. Während der Entwicklungs-, Bau- und Inbetriebnahmephasen werden voraussichtlich mehr als 8.000 direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette entstehen und die wirtschaftliche Tätigkeit von mehr als 400 lokalen KMU und Selbstständigen unterstützt.
Das Projekt, das von Moeve mit einer Mehrheitsbeteiligung von 51 % geleitet wird, profitiert von einer starken Aktionärsstruktur, die industrielles und finanzielles Know-how vereint: Hy24, der weltweit größte Private-Equity-Asset-Manager für sauberen Wasserstoff, und COFIDES, Spaniens öffentlich-private Finanzinstitution, sind als strategische Partner mit einer gemeinsamen Beteiligung von 29 % beteiligt. Die verbleibenden 20 % werden gemeinsam von Enagás Renovable, einem der führenden europäischen Entwickler von Projekten im Bereich erneuerbares Gas, und Alter Enersun, einem auf die Entwicklung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie spezialisierten Unternehmen, gehalten.
Die Anlage wird jährlich etwa 45.000 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff produzieren können und damit jährlich rund 250.000 TonnenCO₂-Emissionen vermeiden – das entspricht den Emissionen der Verbrennungsfahrzeugflotten der Städte Huelva, Cádiz und Jaén.1 Der Wasserstoff wird zur Unterstützung einer nachhaltigeren Produktion von Kraftstoffen für den Straßen-, Luft- und Seeverkehr eingesetzt und trägt gleichzeitig zur Dekarbonisierung anderer Industriezweige bei.
Die neue Anlage wird fortschrittliche technologische Lösungen einsetzen, die den aufstrebenden Wasserstoffmarkt mitgestalten und als erste digital native Anlage des Unternehmens die Standards der Energietechnik neu definieren werden. Bereits ab der Planungsphase verfügt die Anlage über einen digitalen Zwilling sowie eine einheitliche Daten- und IoT-Plattform und legt damit den Grundstein für einen sichereren, effizienteren und vorausschauenden Betrieb.
Diese erste Phase des andalusischen „Green Hydrogen Valley“ wurde von der Europäischen Union als Projekt von gemeinsamem Interesse (PCI) ausgewiesen und hat im Rahmen des Plans für Wiederaufbau, Transformation und Resilienz, der von der Europäischen Union über NextGenerationEU finanziert wird, Fördermittel in Höhe von 304 Millionen Euro von der spanischen Regierung erhalten. Die Förderung ist Teil des Förderprogramms „Renewable Hydrogen Valleys“ und wird den Ausbau von 405 MW im Rahmen des andalusischen „Green Hydrogen Valley“ unterstützen.
Ein führender europäischer Energieknotenpunkt für grüne Moleküle
Mit Onuba macht Moeve einen großen Schritt vorwärts bei der Umsetzung seiner Transformationsstrategie „Positive Motion“. Das Unternehmen investiert in Andalusien insgesamt 2,4 Milliarden Euro in Projekte zur Energiewende, darunter diese Anlage für grünen Wasserstoff und eine neue Anlage für Biokraftstoffe der zweiten Generation (2G), die ab dem nächsten Jahr nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF) und erneuerbaren HVO-Diesel produzieren wird. Zusammen werden diese Projekte Palos de la Frontera (Huelva) zum Standort des größten europäischen Energiezentrums für grüne Moleküle und zu einem Maßstab für den industriellen Wandel machen, da dort zwei der vier größten Industrieprojekte entstehen, die derzeit in Spanien im Bau sind.
Das „Andalusian Green Hydrogen Valley“, Europas größtes Projekt für erneuerbaren Wasserstoff, ist darauf ausgelegt, eine Elektrolysekapazität von 2 GW in den Moeve-Energieparks in Palos de la Frontera (Huelva) und San Roque (Cádiz) bereitzustellen. Das Projekt positioniert Andalusien als strategische Region für eine führende Rolle bei der Produktion grüner Moleküle – dank der Verfügbarkeit von Flächen, einer erstklassigen Hafeninfrastruktur und klimatischer Bedingungen, die die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu deutlich geringeren Kosten als in Nordeuropa ermöglichen. Diese Vorteile tragen dazu bei, die Region zu einem internationalen Zentrum für Wasserstoffinnovation und technologisches Know-how zu machen.
Grüne Moleküle: eine Lösung zur Halbierung der Energieabhängigkeit Europas
Grüne Moleküle ermöglichen die Dekarbonisierung von Sektoren, die sich nur schwer elektrifizieren lassen, darunter die Schwerindustrie, die chemische Industrie und der Fernverkehr. Dies stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und die Energieautonomie Europas in einer Zeit, in der die Energieversorgungssicherheit zu einer strategischen Priorität geworden ist. Ein aktueller Bericht von Moeve und PwC kam zu dem Ergebnis, dass grüne Moleküle die externe Energieabhängigkeit Europas bis 2040 halbieren könnten.
Dem Bericht zufolge könnte die wachsende Bedeutung grüner Moleküle wie erneuerbaren Wasserstoffs, 2G-Biokraftstoffe und Biomethans bis 2050 bis zu 50 % des derzeitigen Bedarfs an fossilen Brennstoffen in Europa ersetzen, ein Drittel des Energiemix des Kontinents ausmachen unddie CO₂-Emissionen um 22 % senken.
Pedro Sánchez, Ministerpräsident Spaniens, der gemeinsam mit Sara Aagesen, der dritten stellvertretenden Ministerpräsidentin und Ministerin für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen, an der Veranstaltung teilnahm, erklärte: „Die spanische Regierung unterstützt diesen Wandel. Aber wir tun noch mehr als das: Wir haben erneuerbaren Wasserstoff zu einer echten nationalen Priorität gemacht. Zu einer Zeit, als nur sehr wenige daran glaubten, haben wir daran geglaubt und das Fachwissen der spanischen öffentlichen Verwaltung sowie die Mittel aus den „Next Generation EU“-Fonds mobilisiert. Dies haben wir zum einen durch Maßnahmen zur Schaffung eines Marktes und zur Ankurbelung der Nachfrage getan, indem wir verbindliche Mindestziele für Emissionsminderungen und den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe in allen Verkehrssektoren eingeführt haben. Unser Ziel ist es, Investitionssicherheit zu schaffen, das Angebot zu erweitern und die Entwicklung industrieller Projekte im ganzen Land zu fördern. Andererseits haben wir bereits mehr als 3 Milliarden Euro für über 120 Projekte im Bereich erneuerbarer Wasserstoff bereitgestellt. Das Projekt von Moeve hat mehr als 300 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln erhalten.“
Juanma Moreno Bonilla, Präsident der Regionalregierung von Andalusien: „Hier beginnt der Bau des mächtigsten Symbols überhaupt, das eine klare Botschaft an die Welt sendet: Andalusien und Spanien sind bereit und bestens gerüstet, eine führende Rolle in der ‚Revolution‘ hin zu der sauberen Energie zu übernehmen, die unser Planet braucht.“ In diesem Zusammenhang hob Moreno die Führungsrolle hervor, die Andalusien im Bereich der sauberen Energie einnimmt: „Wir haben sowohl eine enorme Chance als auch eine große Verantwortung in der Hand, Andalusien zum führenden europäischen Knotenpunkt für die Produktion und den Export von erneuerbarem Wasserstoff zu machen.“
Teresa Ribera, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für einen sauberen, gerechten und wettbewerbsfähigen Wandel: „Die Anerkennung dieser Anlage als Projekt von gemeinsamem Interesse durch die EU spiegelt ihre strategische Bedeutung und ihren Beitrag zur Transformation unseres Energiesystems wider. Die Energiewende sollte nicht als Kostenfaktor für die Industrie betrachtet werden, sondern als Chance, sie stärker, innovativer und autonomer zu machen. Aus diesem Grund ist der Baubeginn des Onuba-Projekts eine sehr gute Nachricht für Andalusien, Spanien und ganz Europa.“
Maarten Wetselaar, CEO von Moeve: „Wieder einmal setzen wir unsere Ambitionen in greifbare Realität um. Heute schlagen wir ein neues Kapitel auf: Weg von Pilotprojekten für grünen Wasserstoff hin zum großtechnischen Bau. Das Onuba-Projekt festigt Spaniens Position an der Spitze der nachhaltigen Energieerzeugung in Europa und stellt einen entscheidenden Schritt hin zu einem wettbewerbsfähigeren und energieunabhängigeren Europa dar.“
1 Die Berechnung der PKW-Äquivalente erfolgte auf der Grundlage der offiziellen Emissionsfaktoren des Ministeriums für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen (MITECO) sowie der von der Generaldirektion für Verkehr (DGT) veröffentlichten Daten zum PKW-Bestand in Spanien, in Übereinstimmung mit deren offiziellen Berichten und statistischen Datenbanken.
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