23.06.2014 - mtm plastics GmbH

CO2-Vermeidung durch Kunststoffrecycling

76.000 Tonnen Kunststoffrezyklate vermeiden im Jahr 166.000 Tonnen CO2

Jede Tonne Recyclingkunststoff, die anstelle vergleichbarer Neuware zum Einsatz kommt, vermeidet spezifisch zwischen 1,45 und 3,22 Tonnen klimarelevante Treibhausgase in Form von CO2-Äquivalenten. Das haben Forscher der Hochschule Magdeburg-Stendal im Auftrag der Kunststoffrecycling-Unternehmen mtm plastics GmbH, Multiport GmbH und MultiPet GmbH errechnet.

Die Untersuchung hat erstmalig für Kunststoffverwerter für die im Verpackungsrecycling gebräuchlichsten Kunststoffe PE-/PP-Mischungen, PE-HD und PET die eingesparten Emissionen errechnet. So sparen die Re-Polyolefine von mtm plastics aus Niedergebra 2,19 Tonnen, die PE-HD-Regranulate der in Bernburg ansässigen Multiport 1,45 Tonnen und die PET-Flakes von der benachbarten MultiPet 3,22 Tonnen Treibhausgas pro eingesetzter Tonne Rezyklat im Vergleich zu Primärware ein. Auf ein Jahr hochgerechnet ergibt dies eine beachtliche Menge: Die von den drei Unternehmen vertriebenen Rezyklate vermeiden zusammen über 166.000 Tonnen Treibhausgase in Form von CO2-äq, da sie anstelle von Neuware eingesetzt werden. Dies entspricht der Menge, die ein Mittelklassewagen emittiert, wenn er die Erde rund 23.000 Mal umrunden würde.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Mit den rund 27.000 Tonnen Regranulaten, die das Unternehmen mtm plastics mit Hauptsitz in Niedergebra im Geschäftsjahr 2012/2013 aus vermischten Kunststoffabfällen herstellte, konnten dessen Kunden insgesamt rund 59.000 Tonnen CO2-äq-Emissionen vermeiden. Bei den PE-HD-Regranulaten des Bernburger Unternehmens Multiport belief sich die Einsparung im Geschäftsjahr 2013 bei einem Output von rund 29.000 Tonnen rPE-HD auf über 42.000 Tonnen CO2-äq. Im Fall der Verarbeitung von überwiegend Getränkeverpackungen zu rund 20.000 Tonnen PET-Flakes im ebenfalls in Bernburg ansässigen Betrieb der MultiPet waren es im selben Zeitraum sogar rund 65.000 Tonnen CO2-äq vermiedener Emissionen.

Für die Ermittlung der Einsparpotenziale verglichen die Forscher die Herstellung von Rezyklaten aus Sekundärrohstoffen (Post-Consumer-Kunststoffabfälle, insbesondere Verpackungen) mit dem europäischen Durchschnitt bei der Herstellung funktionsgleicher Neuware aus Primärrohstoffen. Dieses ökologische Monitoring wurde in Anlehnung an die DINISOEN 14040/14044 durchgeführt, wobei der Fokus der Berechnung auf der Wirkkategorie des Klimawandels (Global Warming Potential) lag. Dazu wurden sämtliche Emissionen mit Einfluss auf den Treibhauseffekt ermittelt und in CO2- Äquivalente umgerechnet. Die Ergebnisse werden zukünftig jährlich aktualisiert.

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