Dupont kappt Gewinnprognose: Agrargeschäft schwächelt
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(dpa-AFX) Ein schwaches Geschäft mit Landwirten hat die Gewinnpläne des US-Chemiekonzerns Dupont durchkreuzt. Da sich insbesondere Saatgut und Pflanzenschutzmittel im zweiten Quartal schlechter verkauften als gedacht, kappte Dupont-Chefin Ellen Kullman am Donnerstagabend die Prognosen für das laufende Jahr. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie dürfte 2014 nur noch auf 4,00 bis 4,10 US-Dollar klettern, nach 3,88 Dollar ein Jahr zuvor. Bislang hatte Kullmann 4,20 bis 4,45 Dollar angepeilt.
Auch im zweiten Quartal dürfte der BASF-Konkurrent voraussichtlich weniger als ein Jahr zuvor verdienen. Der bereinigte Gewinn je Aktie werde im Vergleich zum Vorjahreswert von 1,28 Dollar "moderat" sinken, erklärte die Managerin. Analysten hatten im Schnitt sowohl für das zweite Quartal als auch für das Gesamtjahr mehr erwartet. Nachbörslich standen die Aktien entsprechend unter Druck. Sie büßten rund zwei Prozent an Wert ein.
Das Geschäft mit Mais-Saatgut sei schwächer als erwartet ausgefallen, erklärte Kullman. Darüber hinaus musste der Konzern bei den Lagerbeständen höher als erwartete Abschreibungen vornehmen. Besser lief zwar das Geschäft mit Sojabohnen, doch ließen sich damit die schwachen Umsätze mit Mais nicht ausgleichen. Im Pflanzenschutzgeschäft machte sich vor allem das schlechte Wetter negativ bemerkbar. Kullman bezeichnete 2014 für die Agrarsparte als Übergangsjahr. Duponts Marktposition sei aber stark und der Konzern verfüge über genügend neue Produkte, um künftig wie von den Aktionären erwartet zu wachsen.
Die Deutsche Bank hält die Auswirkungen der Gewinnwarnung auf die europäischen Konkurrenten für eher begrenzt. BASF und Bayer seien auf dem besonders stark betroffenen Gebiet in den USA kaum aktiv. Und die wetterbedingte Schwäche im Pflanzenschutzgeschäft dürfte alle Hersteller treffen. Darauf hätten bereits Aussagen des Schweizer Konzerns Syngenta hingedeutet. Händler rechneten hingegen damit, dass Duponts Gewinnwarnung die deutsche Konkurrenz an der Börse mit nach unten ziehen dürfte. Tatsächlich standen Bayer- und BASF-Aktien am Freitagmorgen in einem festen Markt unter Druck.
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