07.05.2015 - Technische Universität Bergakademie Freiberg

Wichtigster deutscher Nachwuchsforscherpreis geht an Freiberger Wissenschaftler

Der Preis ist Anerkennung und Ansporn zugleich: Dr. Thomas Niendorf erhält heute den mit 20.000 Euro dotierten Heinz Maier-Leibnitz-Preis, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und vom BMBF vergeben wird. Insgesamt wurden 127 Forscherinnen und Forscher aus allen Fachgebieten für den Preis vorgeschlagen – als einer von zehn konnte sich der Freiberger Werkstofftechniker durchsetzen.

„Es war eine äußerst positive Überraschung. Nur selten wird einer der zehn begehrten Preise im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik vergeben“, freut sich Dr. Thomas Niendorf vom Institut für Werkstofftechnik der TU Bergakademie Freiberg. Der Preis zeige klar, dass die Auswahl seiner Forschungsthemen – mit dem Schwerpunkt auf Grundlagenforschung ohne dabei den Anwendungsbezug aus dem Blick zu lassen – einen Nerv trifft und zugleich Synergien schafft. „Doch ohne meine exzellenten Arbeitsgruppen, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Technikerinnen und Techniker sowie die Studierenden in Freiberg und zuvor in Paderborn hätte ich nicht alle bisher gesetzten Ziele erreichen können.“

Gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe forscht Dr. Thomas Niendorf an den Hochleistungsmaterialien von morgen; an Werkstoffen mit Gedächtnis und an Materialien, die Risse selbst schließen können. „Vor diesem Hintergrund wollen wir sogenannte Smart Materials herstellen, also Werkstoffe mit eingebauter Intelligenz“, erklärt Dr. Thomas Niendorf, Leiter der Forschergruppe. „Die neuen Werkstoffe können dann beispielsweise nach Verformungen ihre Ausgangsform wieder einnehmen.“ Kernstück des Forschungsprojekts ist eine Anlage zur additiven Fertigung, im Volksmund: Ein 3D-Drucker für Metalle. Erste einfache Probenkörper konnten für weitergehende Untersuchungen hinsichtlich des Ermüdungsverhaltens bereits hergestellt werden. In einem nächsten Schritt sollen komplexer aufgebaute Prüfkörper gefertigt werden, um diese dann im Anschluss ebenfalls eingehend zu charakterisieren. Das Forschungsprojekt wird im Rahmen des Emmy Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft für fünf Jahre mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

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