EU-Ermittler durchsuchen internationale Chemieunternehmen

22.11.2002

Brüssel (dpa) - Ermittler der EU-Kommission haben Chemieunternehmen in Deutschland, Italien, Frankreich und Spanien wegen Kartellverdachts durchsucht. Es gehe um mutmaßliche Preisabsprachen bei Rußschwarz und Rußen, die beispielsweise bei der Herstellung von Gummiprodukten eingesetzt werden, sagte eine Kommissionssprecherin am Donnerstag in Brüssel.

Namen von Unternehmen wurden nicht genannt. Dem Vernehmen nach soll der deutsche Hersteller Degussa dazu gehören.

Unternehmensabsprachen sind in der EU grundsätzlich verboten. Falls die Kommission später förmliche Verfahren eröffnet und ihren Verdacht erhärten kann, drohen hohe Geldbußen von bis zu zehn Prozent eines Unternehmens-Jahresumsatzes.

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