Arbeitskosten in der Mineralöl- und Chemiebranche am höchsten

19.12.2002

WIESBADEN (dpa-AFX) - In der Mineralöl- und Chemiebranche fallen in Deutschland die höchsten Arbeitskosten im Produzierenden Gewerbe an. In der Mineralölverarbeitung lagen die Kosten für einen Arbeitnehmer im Jahr 2000 im Durchschnitt bei 67.000 Euro. An zweiter Stelle folgte die chemische Industrie mit 58.800 Euro. Dies berichtete das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden. Im Durchschnitt lagen die Arbeitskosten in der Industrie bei 44. 800 Euro. Die niedrigsten Pro-Kopf-Kosten verzeichnete das Textil- und Bekleidungsgewerbe (32.300 Euro) und das Ledergewerbe (30.100 Euro).

Dies hängt zum einen mit der Höhe der Tarifabschlüsse und Betriebs-Vereinbarungen zusammen. Aber auch der Anteil der hochqualifizierten Beschäftigten in der Belegschaft spiele eine wichtige Rolle, erläuterte eine Statistikerin. In der Chemieindustrie fielen deutlich mehr Arbeitnehmer in die höheren Leistungs-Kategorien als beispielsweise in der Bekleidungs- und Ernährungsindustrie.

Innerhalb des Dienstleistungsgewerbe waren die Arbeitskosten im Bank- und Versicherungsgewerbe mit 59.700 am höchsten. Das Kostenniveau im Gastgewerbe (24.900) und im Handel (35.900) hinkten deutlich hinterher.

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