EU erlaubt Royal Dutch/Shell, BASF, Celanese Bau der Propylen-Pipeline

15.06.2004
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission wird Kreisen zufolge einem Konsortium von Öl- und Chemiekonzernen am Mittwoch den Bau einer Propylen-Pipeline mit Hilfe staatlicher Fördermittel von bis zu 200 Millionen Euro genehmigen. Dies erfuhr die Finanznachrichtenagentur AFX am Montag aus sicherer Quelle. Zur Führung des Konsortiums gehören den früheren Angaben zufolge Royal Dutch/Shell, BASF, Celanese und DSM NV. EU-Kommission werde am Mittwoch entscheiden, hieß es. Die Pipeline soll Engpässen bei der Rohstoffversorgung ein Ende setzen und Rotterdam, Tessenderlo (Belgien), Köln und das Ruhrgebiet verbinden. Gegenwärtig wird das Propylen per Zug und Frachtkahn transportiert. Propylen wird aus Petroleum gewonnen und zur Herstellung von Plastik verwendet. Nordrhein-Westfalen wird eigenen Angaben zufolge 18,7 Millionen Euro zu dem Projekt beisteuern, die Niederlande vier Millionen Euro und Belgien 3,7 Millionen Euro. Die EU-Kommission werde die Finanzierung genehmigen, da sie von einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit für die europäische Propylenproduktion hoffe. Zudem sei die Transportweise umweltfreundlich, hieß es in den Kreisen. Die Unternehmen müssen sich verpflichten, allen Propylenherstellern Zugang zur Pipeline zu gewähren und den Transport zu einem Preis entsprechend alternativer Beförderungswege anzubieten.

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