"Ernte der Wissenschaft" - DFG-Forschergruppe "Schwefel" stellt Ergebnisse 6-jähriger Arbeit vor
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Seit dem Jahr 2000 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Gruppe deutscher Forscher/innen, die neue Erkenntnisse der Bedeutung von Schwefel in Ionom (Gesamtheit mineralischer Inhaltstoffe) und Metabolom (Gesamtheit pflanzlicher Inhaltstoffe), seiner Verbindungen zum Genom (Gesamtheit der Erbinformation einer Pflanze) und Transkriptom (Aktivitätsmuster von Genen) im pflanzlichen Stoffwechsel erarbeitete.
Nach sechs Jahren Förderung präsentierte die Gruppe, zu der auch Vertreter/innen des Institutes für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Braunschweiger Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) gehören, im Heidelberger Institut für Pflanzenforschung (HIP) die "Ernte" ihrer Arbeit auf dem Workshop "Sulfur-containing defence compounds: pivotal players in plant stress tolerance".
Eine praktische Anwendung ihrer Ergebnisse sieht die Gruppe in der Gesunderhaltung von Kulturpflanzen durch Verbesserung der Schwefelversorgung. Damit könnte der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt, wenn nicht sogar vermieden werden. Für dieses Konzept prägten heute am Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig arbeitende Wissenschaftler/innen bereits 1995 in der internationalen Literatur den Begriff der "Schwefel Induzierten Resistenz" (SIR).
Besonderes Kennzeichen der Arbeit der Gruppe war die internationale Einbindung in das Europäische Netzwerk der COST 829 (Fundamental, Agronomical and Environmental Aspects of Sulfur Nutrition and Assimilation in Plants) und dem seit 1987 in 3-jährigem Turnus von einem internationalen Konsortium organisierten "International Workshop on Sulfur Metabolism in Higher Plants".
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