"Ernte der Wissenschaft" - DFG-Forschergruppe "Schwefel" stellt Ergebnisse 6-jähriger Arbeit vor

13.10.2006

Seit dem Jahr 2000 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Gruppe deutscher Forscher/innen, die neue Erkenntnisse der Bedeutung von Schwefel in Ionom (Gesamtheit mineralischer Inhaltstoffe) und Metabolom (Gesamtheit pflanzlicher Inhaltstoffe), seiner Verbindungen zum Genom (Gesamtheit der Erbinformation einer Pflanze) und Transkriptom (Aktivitätsmuster von Genen) im pflanzlichen Stoffwechsel erarbeitete.

Nach sechs Jahren Förderung präsentierte die Gruppe, zu der auch Vertreter/innen des Institutes für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Braunschweiger Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) gehören, im Heidelberger Institut für Pflanzenforschung (HIP) die "Ernte" ihrer Arbeit auf dem Workshop "Sulfur-containing defence compounds: pivotal players in plant stress tolerance".

Eine praktische Anwendung ihrer Ergebnisse sieht die Gruppe in der Gesunderhaltung von Kulturpflanzen durch Verbesserung der Schwefelversorgung. Damit könnte der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt, wenn nicht sogar vermieden werden. Für dieses Konzept prägten heute am Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig arbeitende Wissenschaftler/innen bereits 1995 in der internationalen Literatur den Begriff der "Schwefel Induzierten Resistenz" (SIR).

Besonderes Kennzeichen der Arbeit der Gruppe war die internationale Einbindung in das Europäische Netzwerk der COST 829 (Fundamental, Agronomical and Environmental Aspects of Sulfur Nutrition and Assimilation in Plants) und dem seit 1987 in 3-jährigem Turnus von einem internationalen Konsortium organisierten "International Workshop on Sulfur Metabolism in Higher Plants".

Weitere News aus dem Ressort Wissenschaft

Meistgelesene News

Weitere News von unseren anderen Portalen

So nah, da werden
selbst Moleküle rot...

Zuletzt betrachtete Inhalte

Bleifarbe in Spielzeug: Deutsche Lackindustrie kritisiert Mängel bei Chemikalienverordnung REACH

Metallfreie Batterien wecken die Hoffnung auf nachhaltigere und wirtschaftlichere Energie - "Es ist jetzt möglich, hochenergetische nichtmetallische Ionenbatterien zu entwickeln, die mit Metall-Ionen-Batterien konkurrieren können"

Metallfreie Batterien wecken die Hoffnung auf nachhaltigere und wirtschaftlichere Energie - "Es ist jetzt möglich, hochenergetische nichtmetallische Ionenbatterien zu entwickeln, die mit Metall-Ionen-Batterien konkurrieren können"

Durchbruch für das Verständnis des Ladungstransports in organischen Solarzellen - Elektronische Defektlandschaft in organischen Solarzellen aufgedeckt und Zustandsdichte dieser Solarzellen erstmals durch ein Potenzgesetz beschrieben

Durchbruch für das Verständnis des Ladungstransports in organischen Solarzellen - Elektronische Defektlandschaft in organischen Solarzellen aufgedeckt und Zustandsdichte dieser Solarzellen erstmals durch ein Potenzgesetz beschrieben

120 Kilowatt starkes drahtloses Ladesystem für Fahrzeuge demonstriert

120 Kilowatt starkes drahtloses Ladesystem für Fahrzeuge demonstriert

VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel: Vorstand komplettiert Vorsitz und setzt Prioritäten - Stefan Schiller, Schiller Automation und Stephan Geiger, ROFIN-BAASEL Lasertech sind stellvertretende Vorsitzende

Saudi Aramco treibt globale Chemie-Strategie mit Expansionsprojekt S-Oil voran

Saudi Aramco treibt globale Chemie-Strategie mit Expansionsprojekt S-Oil voran

ALTANA behauptet sich in herausforderndem Umfeld und stellt Weichen für weiteres Wachstum - Kräftige Investitionen in internationale Standorte und Digitalisierung

Jobvector & Naturejobs vereinen in Düsseldorf ihre Karrieremessen für High-Tech-Jobs - jobvector career day in Düsseldorf

Jobvector & Naturejobs vereinen in Düsseldorf ihre Karrieremessen für High-Tech-Jobs - jobvector career day in Düsseldorf

Erste europäische Patentansprüche für Mikrowellen-Peptidsynthese jetzt zugelassen

Pulverkatalysator für die Methanolsynthese - Süd-Chemie und RUB-Chemiker entwickeln gemeinsam neue Katalysatoren - Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert sog. Transferbereich mit 650.000 Euro