LANXESS plant Maßnahmenpaket zur schnellen Weiterentwicklung von Saltigo

30 Mio. Euro für Modernisierung der Anlagenbasis / 10 Mio. Euro für Bau eines Hightech-Mehrzweckbetriebs

18.01.2007

Lanxess plant die Weiterentwicklung der Geschäfte seines Tochterunternehmens Saltigo. Für die Modernisierung der Anlagen sollen 30 Millionen Euro bereitgestellt und neue Arbeitszeitmodelle eingeführt werden. Bereits im Bau befindet sich ein hochmoderner Multifunktionsbetrieb für weitere zehn Millionen Euro. "Mit der im Frühsommer 2005 beschlossenen Neuausrichtung des ehemaligen, hochdefizitären Feinchemiegeschäfts haben wir die Wende zum Positiven geschafft", sagte der LANXESS-Vorstandsvorsitzende Dr. Axel C. Heitmann. Trotz steigender Auslastung und kontinuierlicher Ergebnisverbesserungen in den vergangenen Quartalen sei die Ertragslage im internationalen Vergleich aber noch nicht zufrieden stellend. Daher seien in der Produktion und im Personalbereich weitere Maßnahmen notwendig. Dazu sollen jetzt Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden.

"Die Mitarbeiter von Saltigo haben in einem bemerkenswerten Kraftakt den Turn-around geschafft. LANXESS unterstützt diese Bemühungen mit einem Investitionspaket zur intensiven Weiterentwicklung der Geschäfte", so Heitmann. Mit den 30 Millionen Euro sollen an den beiden Saltigo-Standorten Leverkusen und Dormagen vorhandene Produktionsanlagen modernisiert und an die veränderten Bedürfnisse des Marktes und der Kunden angepasst werden. "Wir wollen die steigende Nachfrage aus dem Feinchemikalienmarkt begleiten", so Saltigo-Geschäftsführer Dr. Axel Westerhaus. "Dazu benötigen wir eine hochmoderne und vor allem richtige Anlagenstruktur." In einer bereits angelaufenen ersten Umsetzungsphase werden gegenwärtig bestehende Produktionsanlagen in Leverkusen umgebaut und für die Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe oder Zwischenprodukte angepasst. Dieses Investitionsvorhaben in Höhe von zehn Millionen Euro soll Aktivitäten für pharmazeutische Wirkstoffe, die sich noch in frühen Entwicklungsphasen befinden, gezielt stärken.

Parallel zur Anlagenflexibilisierung beabsichtigt LANXESS bei Saltigo auch ein neues Personalkonzept einzuführen. Die verstärkte Nachfrage nach komplexen und anspruchsvollen Verfahren macht einen flexibleren und deutlich stärkeren Einsatz des qualifizierten Mitarbeiterstammes erforderlich. Notwendig sei ein maßgeschneidertes innovatives Personalkonzept, das eine nachhaltige Umsetzung des Investitionspakets ermöglicht und dem besonderen Geschäftstyp von Saltigo gerecht wird. Verhandelt werden soll daher über eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich, ein neues Schichtsystem, ein einheitliches Gleitzeitsystem sowie eine Flexibilisierung des Personaleinsatzes.

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