Hochsensitive MALDI-Massenspektrometrie durch nanostrukturierte Oberflächen
SCIENION und SuNyx schließen Nanobiotech-Kooperation
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Berlin/München, 23. April 2002.- MALDI-Massenspektrometrie ist in der Biotechnologie eine weit verbreitete Methode zur Analyse von Biomolekülen. Ein neuartiges Substrat wurde jetzt gemeinsam von dem Kölner Nanotechnologie-Unternehmen SuNyx und dem Berliner BioChip-Hersteller SCIENION entwickelt. Es bietet eine hoch präzise Plattform zum Nachweis und zur Identifikation kleinster Mengen von Biomolekülen, die bei herkömmlichen Trägern durch Adsorptionsverluste und Kontamination der Probe mit Metallkationen limitiert werden.
Der in verschiedenen Formaten herstellbare Einwegprobenträger spart aufwändige Reinigungsverfahren und beinhaltet bereits die für die Analyse notwendige Matrix, z.B. 3-Hydroxypicolinsäure für die Analyse von Nukleinsäuren. Speziell für die Proteomics wurde ein nanostrukturierter Probenträger entwickelt, der die kritischen Schritte Aufreinigung, Konzentration und MALDI-Probenpräparation kleinster Men-gen (< 1 fmol) von komplexen Peptidgemischen in einem einzigen Pipetierschritt vereint.
Die Technologie ist der Schlüssel zu einem Hochdurchsatz-Verfahren mit maximaler Nachweisgenauigkeit und Sensitivität. Der Kern der Technologie liegt in der Beschichtung der Träger mit einer funktionalen nanostrukturierten Oberfläche. Ähnliche Substrate können in Zukunft auch in der Fluoreszenzdetektion mit minimaler Autofluoreszenz von BioChips eingesetzt werden. SuNyx und SCIENION werden ihre Produkte und Dienstleistungen auf der Biotech-Messe ANALYTICA in München in Halle B3, Stand B3.240 bzw. B3.536 präsentieren.