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Evonik startet solide ins Jahr 2019

08.05.2019

Evonik ist solide ins neue Jahr gestartet. Der Konzernumsatz erhöhte sich im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1 Prozent auf 3,29 Milliarden €. Das bereinigte EBITDA ging um 3 Prozent auf 539 Millionen € zurück.

„In einem schwächelnden weltwirtschaftlichen Umfeld konnten wir unser Umsatz- und Ergebnisniveau behaupten“, sagte Vorstandschef Christian Kullmann. „Beim Free Cashflow legten wir sogar deutlich zu. Insgesamt ist unser Portfolio heute robuster gegenüber konjunkturellen Entwicklungen als in der Vergangenheit. Dazu trägt auch der Verkauf unseres Methacrylatgeschäfts bei.“

Einmalige Anlaufkosten für neue Produktionsanlagen sowie ein temporärer Engpass bei der Rohstoffversorgung im Segment Performance Materials haben zum Rückgang des bereinigten EBITDA beigetragen. Dementsprechend ging die bereinigte EBITDA-Marge von 17,1 Prozent auf 16,4 Prozent zurück. Das bereinigte Konzernergebnis nahm um 5 Prozent auf 249 Millionen € ab, das bereinigte Ergebnis je Aktie Beträgt 0,53 €.

Der Free Cashflow verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich um 109 Millionen € auf 159 Millionen €. Dies resultierte im Wesentlichen aus einem geringeren Aufbau des Nettoumlaufvermögens sowie geringeren Pensionszahlungen.

Ausblick angehoben

Mit der vereinbarten Abgabe des Methacrylatgeschäfts wurde der Ausblick für die fortgeführten Aktivitäten erhöht. Evonik erwartet nun ein bereinigtes EBITDA sowie einen Umsatz mindestens auf dem Niveau des Vorjahres. Der Ergebnisbeitrag aus der beabsichtigten Übernahme des amerikanischen Unternehmens PeroxyChem ist noch nicht im angepassten Ausblick berücksichtigt. Im Jahr 2018 erzielten die fortgeführten Aktivitäten ein bereinigtes EBITDA von 2,15 Milliarden €, der Umsatz lag bei 13,3 Milliarden €.

Zum Ergebnis tragen auch die deutlichen Fortschritte in der Umsetzung des konzernweiten Kosteneinsparprogramms bei. Von den insgesamt 1.000 zu reduzierenden Stellen werden zum Jahresende bereits mehr als die Hälfte abgebaut sein.

Entwicklung in den Segmenten

Resource Efficiency: Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung des Segments setzte sich auch im ersten Quartal 2019 fort. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 1.399 Millionen €. Dies resultierte vor allem aus höheren Verkaufspreisen, während die Mengen leicht unter Vorjahr lagen. Bei unverändert hoher Nachfrage nach Hochleistungskunststoffen (Polyamid-12) und Membranen wirkten sich gestiegene Preise positiv aus - entsprechend deutlich erhöhte sich der Umsatz. Gestiegene Umsätze erwirtschafteten auch die Vernetzer (Crosslinkers), die eine hohe Nachfrage insbesondere nach Composites-Anwendungen für den Windenergiemarkt verzeichneten sowie die Kieselsäuren (Silica), die von einer erfreulichen Entwicklung bei den Gummi- und Reifenanwendungen profitierten. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich trotz Anlaufkosten für die neue Kieselsäurenanlage in den USA um 2 Prozent auf 324 Millionen €.

Nutrition & Care: Der Umsatz erhöhte sich im ersten Quartal 2019 um 3 Prozent auf 1.149 Millionen €. Dies resultierte vor allem aus höheren Verkaufsmengen, während die Verkaufspreise nachgaben. Der Umsatz der essenziellen Aminosäuren für die Tierernährung ging infolge geringerer Verkaufspreise leicht zurück. Die Mengen konnten dagegen deutlich ausgeweitet werden. Eine erfreuliche Entwicklung verzeichnete das Care-Solutions-Geschäft, das von einer höheren Nachfrage nach Spezialanwendungen unter anderem aus der Kosmetikindustrie profitierte. Das bereinigte EBITDA blieb mit 180 Millionen € um 14 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hierzu trugen auch Kosten im Zusammenhang mit dem zur Jahresmitte 2019 geplanten Hochlauf der neuen Methioninanlage in Singapur bei.

Performance Materials: Gegenüber dem Vorjahr ging der Umsatz im ersten Quartal 2019 um 7 Prozent auf 559 Millionen € zurück. Dies resultiert aus geringeren Verkaufsmengen, nachgebenden Preisen und einem negativen Währungseinfluss. Die Entwicklung bei den Performance Intermediates (C4-Chemie) war von einer eingeschränkten Rohstoffversorgung durch technische Probleme eines Lieferanten sowie einem niedrigeren Naphtha-Preis beeinträchtigt. Der Umsatz ging entsprechend zurück. Einen höheren Umsatz erzielte dagegen das Geschäftsgebiet Functional Solutions. Es profitierte von einer erhöhten Nachfrage vor allem nach Alkoholaten. Das bereinigte EBITDA verringerte sich um 9 Prozent auf 59 Millionen €.

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