Bayer sichert sich 63-Milliarden-Dollar-Finanzierung für Monsanto-Kauf
(dpa-AFX) Bayer hat sich für die angepeilte Übernahme des US-Agrarchemieriesen Monsanto Kreisen zufolge eine Riesenfinanzierung gesichert. Fünf Banken würden insgesamt etwa 63 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Bank of America, Credit Suisse, Goldman Sachs, HSBC und JPMorgan würden jeweils kurzfristig 12,5 Milliarden Dollar finanzieren, hieß es weiter. Der Überbrückungskredit könnte auch aufgestockt werden, falls Bayer sein Gebot erhöhe. Das Leverkusener Unternehmen wollte die Angelegenheit nicht kommentieren.
Der deutsche Chemie- und Pharmakonzer hatte vor gut einer Woche überraschend die Übernahme des Saatgut- und Pflanzenschutzspezialisten aus den USA angekündigt. Für den Erwerb bieten die Leverkusener 62 Milliarden US-Dollar (55 Mrd. Euro). Nachdem das Monsanto-Management die Offerte als zu niedrig zurückgewiesen hatte, wird nun über einen Preisaufschlag spekuliert, der angeblich kurz bevorsteht.
Der Erwerb des Unternehmens gilt nicht nur aus finanziellen Gründen als ein Wagnis. Auch wegen des schlechten Rufes von Monsanto sind die Übernahmepläne von Bayer in die Kritik geraten. Dem US-Hersteller von genmanipuliertem Saatgut wird unter anderem ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Außerdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Die Zulassung des umstrittenen Herbizids soll laut EU-Kommission nun doch aller Voraussicht nach über Juni hinaus um 12 bis 18 Monate verlängert werden. Monsanto vermarktet Glyphosat unter dem Namen Roundup.
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