Bayer will Plasmageschäft verkaufen
Anzeigen
Leverkusen (dpa) - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer will sich von seinem Plasmageschäft trennen. Der Verkauf dieser Sparte aus der Division Biologische Produkte sei eingeleitet worden, teilte Bayer am Donnerstag mit. Im Plasmageschäft erzielte Bayer 2002 mit 1350 Beschäftigten einen Umsatz von 680 Millionen Euro. Von der Entscheidung sei das Blutgerinnungs-Medikament Kogenate nicht betroffen.
Nach dem Verkauf das Plasmageschäfts ist Kogenate dann das einzig verbliebene biologische Produkt des Bayer-Konzerns (2002: 400 Mio Euro Umsatz). Zur Palette der aus Blutplasma gewonnenen Produkte gehören unter anderem Präparate wie Polyglobin zu Behandlung von Immun-Mangelerkrankungen. Die Verkaufsentscheidung sei eine rein strategische Lösung, um Ressourcen auf die verbleibenden Geschäfte zu konzentrieren, sagte ein Konzernsprechzer.