Bayer kürzt Ausgaben für Pharmaforschung

17.11.2003

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Bayer-Konzern will im Rahmen seiner aktuellen Umstrukturierung die Ausgaben für die Pharmaforschung zurückfahren. Bayer-Chef Werner Wenning sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", "unser Forschungs- und Entwicklungsbudget hat mit 28 Prozent vom Umsatz nach dem Rückzug von (Cholesterinsenker) Lipobay keine wettbewerbsfähige Größe mehr". Man sei dabei, Forschung und Entwicklung auf eine Größenordnung von rund 20 Prozent vom Umsatz zurückzuführen. Das wären bei einem Pharmaumsatz von 3,5 Milliarden Euro rund 700 Millionen. Wenning: "Entscheidend ist nicht das Geld, sondern die Qualität der Forschung."

Die Zielsetzung im Pharmageschäft sei, "nach einem schwierigen Jahr 2004, in dem das Patent für unser Antibiotikum Cipro ausläuft, wieder auf einen Wachstumspfad zurückzukommen. Es geht zunächst einmal darum, unseren Marktanteil mittelfristig zu halten", sagte Wenning. Die Onkologieforschung in den USA soll nach Angaben des Bayer-Chefs bestehen bleiben, über die Asthmaforschung in Japan werde noch nachgedacht.

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