Neues Dosiersystem aus Kunststoff senkt die Kosten für den Einsatz von Mikrodispensern

17.09.2004

Ein am Institut für Mikrotechnik Mainz GmbH (IMM) entwickeltes Zweikomponenten-Mikrodosiersystem erzeugt Nanotropfen aus einem flüssigkeitsführenden Einwegmodul. Zeitaufwendige Wasch- und Befüllschritte wie bei herkömmlichen Dispensern entfallen, da das Einwegmodul nach jeder Anwendung ausgetauscht wird. Es kann, je nach vorgesehenem Einsatzgebiet, mit Klebstoffen, Schmiermitteln oder biochemischen Reagenzien befüllt werden. Aus preiswerten Kunststoffmaterialien gefertigt, ist das Modul für den Einsatz in großen Stückzahlen vorgesehen. Ziel ist eine kostengünstige Verwendung des Mikrodispensers in der industriellen Analytik oder in der Fertigungstechnik.

Das Mikrodosiersystem besteht aus einem wiederverwendbaren Grundmodul, dessen Aktuatorik und piezoelektronische Dosiervorrichtung mit einem Metallgehäuse ummantelt sind. Ein adaptiertes Kunststoffmodul dient als flüssigkeitsführendes Einwegbauteil und kann bei Bedarf über eine befüllbare Vorratskammer auch mehrfach genutzt werden.

Der Mikrodispenser erzeugt Tropfen einzeln oder in Tropfenserien mit hohen Frequenzen von über eintausend Tropfen pro Sekunde (> 1 Kilohertz, kHz). Das dosierbare Volumen reicht von ein bis zwanzig Nanolitern.

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