70 Jahre Teflon von DuPont

Die Geschichte eines Materials, das nicht gesucht, aber gefunden wurde.

20.05.2008

Aus dem Hightech-Arsenal der modernen Küche ist Teflon® von DuPont heute nicht mehr wegzudenken: Die praktische Antihaftversiegelung bietet strapazierfähige und kratzfeste Sorten mit einer Hitzebeständigkeit bis 260 Grad. Dabei ging es dem Entdecker damals eigentlich um etwas ganz anderes ...

Der 6. April 1938 fing nicht gut an für Roy Plunkett. Der junge Chemiker forschte in den Labors der Firma DuPont in Wilmington/Delaware nach einem neuen Kältemittel für Kühlschränke. Für seine Tests hatte er Gaszylinder mit Fluor-Verbindungen vorbereitet, die er normalerweise auf Trockeneis lagerte. Wie ärgerlich: Ein Zylinder hatte über Nacht auf dem Labortisch gestanden und enthielt kein Gas mehr - allerdings war er zu schwer, um leer zu sein. Plunkett ging der Sache auf den Grund, sägte den Stahlzylinder auf und fand Polytetrafluoräthylen, einen neuen Kunststoff, der unter dem Handelsnamen Teflon® einen Siegeszug in die Küchen antreten sollte, auf den Mond fliegen würde und noch 50 Jahre später als "schlüpfrigste Substanz der Welt" in das Guiness Buch der Rekorde eingehen sollte.

In den 50er Jahren hörte der französische Chemiker und begeisterte Hobbyangler Marc Gregoire von Teflon® und beschloss, seine Angelschnur damit zu beschichten. Seine Frau Colette war ebenso praktisch veranlagt und kam auf den Gedanken, ihre Bratpfannen mit dem Polymerwerkstoff auszukleiden. Die Idee war enorm erfolgreich, und ihre Pfanne wurde der zündende Funke für ein Konzept, dessen Vorteile Gastronomieprofis, Freizeitköche und Hausfrauen schnell erkannten. Bis heute sind weltweit über 3 Milliarden Töpfe und Pfannen mit Teflon® Antihaftversiegelung verkauft worden.

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