Flexibel und fortschrittlich: Produktionsbeginn für Fluoraromaten in neuer Anlage
Clariant in Frankfurt-Griesheim investiert 13 Millionen Euro in Life Science-Betrieb
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Nach einer kurzen Anfahrphase hat jetzt der neue Fluoraromatenbetrieb des Clariant Werks in Frankfurt-Griesheim seine volle Produktion aufgenommen. Die Investition von mehr als 13 Millionen Euro sichert 17 Arbeitsplätze und wurde in nur 13 Monaten verwirklicht. Die Kapazität für Fluoraromaten in Griesheim wird damit mehr als verdoppelt.
Fluoraromaten dienen beispielsweise als Schlüsselbausteine für Vorprodukte im Life Science- Bereich. Clariant beliefert damit Kunden aus dem Pharma- oder Agrobereich. Von den Abnehmern werden daraus in wenigen Syntheseschritten zum Beispiel Medikamente wie hochwirksame Antibiotika, ein Präparat gegen Lungenkrebs oder Pflanzenschutzmittel hergestellt. Die neue Anlage ist dabei unter chemisch-technischen Aspekten und dank neuartiger Katalysatoren äußerst variabel. Diese patentierten "Reaktionshelfer" wurden ebenfalls in Griesheim entwickelt. "Wir decken bei dieser Art von Chemie nahezu das gesamte Produktspektrum ab", sagt Betriebsleiter Dr. Andreas Maier.
Das Projekt stellte besondere Anforderungen auch an den Anlagenbau. "Für viele Komponenten haben wir Werkstoffe eingesetzt, die besonders druck- und korrosionsbeständig sind", erläutert Maier. Reaktionen, die bei erhöhtem Druck ablaufen, sind damit ebenso möglich wie die Verwendung von korrosiv wirkenden Stoffen.
Umwelttechnisch auf dem neuesten Stand ist die Hochtemperatur-Abgasverbrennung. In der Produktion können jetzt verschiedene Lösungsmittel eingesetzt werden. Bei Temperaturen von mehr als 1.000 Grad werden sie nun alle rückstandsfrei verbrannt. Zusätzliche Lösungsmittel wiederum erweitern die Anzahl der chemischen Prozesse, die in der Anlage durchgeführt werden können.
Die Flexibilität zeigt sich auch an der Produktpalette. So dürfen in der Anlage laut Betriebsgenehmigung zurzeit mehr als zehn verschiedene Produkte hergestellt werden. Fünf davon wurden bereits während der halbjährigen Pilotphase produziert. Werksleiter Dr. Michael Molter lobt die Zusammenarbeit während des Genehmigungsverfahrens: "Die Behörden wissen, dass in unserem Marktsegment unter hohem Zeitdruck gearbeitet wird und haben uns nach Kräften unterstützt."
Mit Aufträgen von namhaften Kunden ist die Anlage bereits jetzt bis zum Jahresende ausgelastet. Dies freut Molter: "Die Anlage ist ein Meilenstein auf dem Weg, die Stellung von Clariant als kompetentem Partner der Pharma- und Agroindustrie zu festigen."
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