Bekommt Syngenta bei chinesischer Fusion neuen Verwaltungsratschef?
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(dpa-AFX) Bei Syngenta kommt es laut Medienberichten zu einem Wechsel an der Spitze des Verwaltungsrates. Wie der "Tagesanzeiger" (TA) in seiner Ausgabe am Montag unter Berufung auf das chinesische Wirtschaftsblatt "Caixin" schreibt, soll Ren Jianxin von ChemChina, der bislang den Verwaltungsrat des Agrochemiekonzerns leitete, durch Ning Gaoning ersetzt werden. Dieser ist Präsident des staatlichen Mischkonzerns Sinochem.
Der Führungswechsel sei die Folge einer Personalrochade beim Syngenta-Eigentürmer ChemChina, schreibt der TA weiter. Das chinesische Wirtschaftsblatt hatte bereits am Wochenende unter Berufung auf Insider berichtet, dass sich in China eine Megafusion zu einem neuen Chemiegiganten anbahne: Die beiden Staatskonzerne Sinochem und ChemChina wollen sich zu einem Weltmarktführer in der Industrie-Chemie zusammenschliessen.
Dieses neue, rund 120 Milliarden US-Dollar schwere Unternehmen soll vom Sinochem-Chef Ning Gaoning geleitet werden, der auch die Leitung von Syngenta übernehmen soll. Dem TA gegenüber wurde dieser Personalwechsel an der Syngenta-Spitze am Wochenende von einem Sprecher bestätigt.
Laut der "Financial Times" braucht Chemchina die solidere Bilanz von Sinochem, um den 43 Milliarden Dollar teuren Zukauf Syngentas zu verdauen. Dem Bericht zufolge sei die Fusion der beiden chinesischen Chemieriesen zunächst zurückgestellt worden, weil eine Übernahme Syngentas durch einen fusionierten staatlichen Chemieriesen Chinas vermutlich härtere Auflagen von Seiten der Wettbewerbsbehörden nach sich gezogen hätte.
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