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BASF und Lutianhua planen die Pilotierung eines neuen Produktionsverfahrens mit deutlich verringerten CO2-Emissionen

19.06.2019

BASF

BASF und Sichuan Lutianhua Co. und Ltd. unterzeichneten eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung einer Pilotanlage zur Herstellung von Dimethylether (DME) aus Synthesegas, die CO2-Emissionen deutlich reduzieren und die Energieeffizienz im Vergleich zum traditionellen Verfahren erhöhen wird.

BASF und Sichuan Lutianhua Co. und Ltd. (Lutianhua) unterzeichneten eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) zur gemeinsamen Entwicklung einer Pilotproduktionsanlage, die die CO2-Emissionen deutlich reduzieren und die Energieeffizienz bei der Herstellung von Dimethylether (DME) aus Synthesegas im Vergleich zum traditionellen Verfahren erhöhen wird. DME ist ein Methanoläquivalent und kann als Zwischenprodukt zur Herstellung von niederen Olefinen wie Ethylen und Propylen verwendet werden. Derzeit wird DME über Methanol als Zwischenprodukt aus Synthesegas hergestellt.

Dem MoU zufolge wird Lutianhua investieren und die Anlage bauen mit einer Step-Change-Technologie, die von BASF und Linde entwickelt worden ist. BASF wird neue, leistungsstarke Katalysatorsysteme liefern, die eine einstufige Umwandlung von Synthesegas in DME ermöglichen, während Linde sein neu entwickeltes Prozessdesign und Engineering für die direkte DME-Synthese bereitstellen wird. Die Pilotanlage soll 2020 gebaut werden. Die Zusammenarbeit wurde durch die neu gegründete Open Innovation Platform of China Petroleum and Chemical Industry Federation (CPCIF) ermöglicht.

"Die Open Innovation Platform soll die Zusammenarbeit zwischen Branchenführern bei technologischen Durchbrüchen und industriellem Wandel fördern", sagte Li Shousheng, Vorsitzender der CPCIF, anlässlich der Unterzeichnung. "Die BASF-Lutianhua-Partnerschaft ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir unserem Zweck gerecht werden."

Als großer Chemieproduzent in China ist Lutianhua eines der ersten Unternehmen, das fortschrittliche Technologien und Techniken zur Herstellung von synthetischem Ammoniak und Harnstoff mit Erdgas als Rohstoff einsetzt. "Wir verfügen über etablierte Produktionskapazitäten und sind stets bestrebt, neue Technologien und Prozesse anzuwenden", sagte Tan Guangjun, Chairman von Lutianhua. "Wir freuen uns darauf, mit BASF zusammenzuarbeiten, um die Produktion wichtiger Chemikalien umweltfreundlicher zu gestalten."

Möglich wird der innovative, neue Prozess durch die neuen, leistungsfähigen Katalysatorsysteme, die von BASF-Forschern entwickelt wurden. Das neuartige Prozessdesign von Linde ermöglicht eine deutliche Reduzierung der Energie- und CO2 -Emissionen. BASF und Linde haben in den letzten Jahren gemeinsam die neue Technologie der direkten DME-Synthese entwickelt. "Die Zusammenarbeit zwischen BASF, Linde und Lutianhua ist ein weiteres Beispiel für unseren erfolgreichen Ansatz bei der Zusammenarbeit mit Ingenieurbüros und Technologieanbietern. Wir bringen unser einzigartiges Know-how als weltweit führender Katalysatorhersteller ein und treiben gemeinsam mit unseren Partnern die Umsetzung neuer Prozesse und innovativer Zukunftstechnologien voran", sagte Detlef Ruff, Senior Vice President, Process Catalysts bei BASF.

"Der Klimaschutz ist fest in der Unternehmensstrategie der BASF verankert. Diese Zusammenarbeit wird unseren Kunden helfen, CO2 -Emissionen zu reduzieren", sagte Dr. Zheng Daqing, Senior Vice President, Business and Market Development Greater China, BASF. "Wir werden weiterhin eng mit Lutianhua bei diesem revolutionären Projekt zur nachhaltigen Entwicklung der chinesischen Chemieindustrie zusammenarbeiten."

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