27.10.2021 - BASF SE

BASF mit anhaltend starker Geschäftsentwicklung im dritten Quartal 2021

Deutliches Umsatzwachstum um 42 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro

Im dritten Quartal 2021 setzte sich die starke Geschäftsentwicklung der BASF-Gruppe fort. Die Nachfrage nach BASF-Produkten blieb über die Sommermonate stabil. „Dies ermöglichte es uns, weiter profitabel zu wachsen“, sagte BASF-Vorstandvorsitzender Dr. Martin Brudermüller, der die Ergebnisse des dritten Quartals gemeinsam mit Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel vorstellte. „Im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres konnten wir die Preise um 36 Prozent und die Mengen um 6 Prozent erhöhen“, so Brudermüller.

Der Umsatz übertraf mit 19,7 Milliarden Euro den Wert des Vorjahresquartals um 5,9 Milliarden Euro. Maßgeblich waren höhere Preise in allen Segmenten, insbesondere von Chemicals, Surface Technologies und Materials. Ein stark gesteigerter Absatz in nahezu allen Segmenten unterstützte das Umsatzwachstum zusätzlich.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen lag mit 1,9 Milliarden Euro um 1,3 Milliarden Euro über dem des dritten Quartals 2020. Wesentlicher Treiber war das deutlich gestei­gerte EBIT vor Sondereinflüssen im Segment Chemicals. Auch die erheblich höheren Ergebnisse der Segmente Materials und Industrial Solutions sowie von Sonstige wirkten ergebnissteigernd. Die Ergebnisbeiträge der Segmente Agricultural Solutions, Surface Technologies sowie Nutrition & Care sanken hingegen deutlich. „Mit starken Ergebnisbeiträgen aus den Segmenten Chemicals und Materials war der Ergebnismix im dritten Quartal 2021 vergleichbar mit dem des zweiten Quartals 2021“, sagte Brudermüller. „Unsere Downstream-Geschäfte sind nach wie vor mit weiter steigenden Rohstoff-, Energie- und Frachtkosten konfrontiert. Preiserhöhungen in den meisten Downstream-Geschäften konnten diese höheren Kosten nur teilweise ausgleichen.“

Die Sondereinflüsse im EBIT beliefen sich im dritten Quartal 2021 auf minus 43 Millionen Euro. Aufwendungen ergaben sich im Wesentlichen aus Strukturmaßnahmen, Devestitionen und Integrationskosten. Sonstige Erträge wirkten gegenläufig. Im Vorjahr fielen Sondereinflüsse in Höhe von minus 3,2 Milliarden Euro an, im Wesentlichen für Wertberichtigungen in allen Segmenten sowie für Restrukturierungen.

Das EBIT lag mit 1,8 Milliarden Euro deutlich über dem Wert des Vorjahresquartals (minus 2,6 Milliarden Euro). Das darin enthaltene Ergebnis aus integralen Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, erhöhte sich um 144 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro, insbesondere aufgrund des höheren Ergebnisbeitrags der BASF-YPC Company Ltd., Nanjing/China.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2020 erhöhten sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (EBITDA vor Sondereinflüssen) um 1,2 Milliarden Euro auf 2,8 Milliarden Euro und das EBITDA um 1,7 Milliarden Euro auf 2,7 Milliarden Euro.

Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Milliarden Euro auf 1,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,36 Euro im dritten Quartal 2021 (Vorjahresquartal: minus 2,31 Euro). Das um Sondereinflüsse und Abschrei­bungen auf immaterielle Vermögenswerte bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,56 Euro (Vorjahresquartal: 0,60 Euro).

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag mit 1,9 Milliarden Euro im dritten Quartal 2021 um 204 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der Free Cashflow lag vor allem aufgrund des geringeren Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit mit 1,1 Milliarden Euro um 287 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals.

Ausblick 2021 für die BASF-Gruppe

Im dritten Quartal 2021 setzte sich die weltwirtschaftliche Erholung nach dem starken Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität im Vorjahr fort. Allerdings schwächte sich die Wachstumsdynamik im Vergleich zum Vorquartal aufgrund von Lieferengpässen in vielen Wertschöpfungsketten des verarbeitenden Gewerbes ab. Neuerliche pandemiebedingte Unterbrechungen von Produktion und Logistik in Asien verschärften weltweit die Knappheit an Vorprodukten. Insbesondere die globale Automobilindustrie war von einem Chip­mangel betroffen, der zu deutlichen Produktionskürzungen führte. Darüber hinaus beeinträchtigten Stromabschal­tungen in einigen Provinzen Chinas die Produktion vor allem in den energieintensiven Industrien. Obwohl die steigenden Energiepreise neben den Unternehmen auch die Endverbraucher belasteten, blieb die globale Nachfrage nach Gebrauchsgütern und dauerhaften Konsumgütern stabil.

BASF geht davon aus, dass im vierten Quartal 2021 Lieferengpässe die weltwirtschaftliche Erholung weiterhin beeinträchtigen werden. Deshalb wurde die Einschätzung zu den weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2021 leicht angepasst (Werte für die Industrie- und Chemieproduktion auf halbe Prozentpunkte gerundet, bisherige Prognose in Klammern):

  • Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: +5,3 Prozent (+5,5 Prozent)
  • Wachstum der Industrieproduktion: +6,0 Prozent (+6,5 Prozent)
  • Wachstum der Chemieproduktion: +6,0 Prozent (+6,5 Prozent)
  • US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,20 US-Dollar/Euro (unverändert)
  • Ölpreis der Sorte Brent von 70 US-Dollar/Barrel im Jahresdurchschnitt (65 US-Dollar/Barrel)

Aufgrund der anhaltend guten Geschäftsentwicklung der BASF-Gruppe und der Erwartung einer weiterhin soliden Nachfrage, vor allem in den Segmenten Chemicals und Materials, wurde die Prognose für das Geschäftsjahr 2021 entsprechend der Markterwartungen angehoben (bisherige Prognose aus dem Halbjahresfinanzbericht 2021 in Klammern):

  • Umsatzwachstum auf einen Wert zwischen 76 Milliarden Euro und 78 Milliarden Euro (74 Milliarden Euro und 77 Milliarden Euro)
  • EBIT vor Sondereinflüssen zwischen 7,5 Milliarden Euro und 8,0 Milliarden Euro (7,0 Milliarden Euro und 7,5 Milliarden Euro)
  • Return on Capital Employed (ROCE) zwischen 13,2 Prozent und 14,1 Prozent (12,1 Prozent und 12,9 Prozent)
  • Steigerung des Umsatzes mit Accelerator-Produkten auf einen Wert zwischen 21,5 Milliarden Euro und 22,5 Milliarden Euro (21,0 Milliarden Euro und 22,0 Milliarden Euro)
  • Stabilisierung der CO2-Emissionen auf einem Wert zwischen 20,5 Millionen Tonnen und 21,5 Millionen Tonnen (unverändert)
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