Beratung für Rohstoff- und Materialeinsparung

Deutsche Materialeffizienzagentur autorisiert Fraunhofer IPA

03.04.2013 - Deutschland

Damit auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im produzierenden Gewerbe ihren Rohstoff- und Materialverbrauch verringern können, erhalten sie Unterstützung durch die Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) »go-effizient«. Das Fraunhofer IPA ist seit Anfang des Jahres von der »Deutschen Materialeffizienzagentur demea« autorisiert, Beratungsprojekte im Rahmen des Förderprogramms durchzuführen.

Der Einsatz von Rohstoffen und Materialien verursacht im verarbeitenden Gewerbe die meisten Kosten. Geringerer Rohstoffverbrauch würde die Kosten senken, die Wettbewerbsfähigkeit steigern und gleichzeitig Ressourcen und Umwelt schonen. Nur – wo kann gespart werden? Und – wie können die Potenziale gehoben werden?

Bei der Identifikation von Effizienzpotenzialen und der Umsetzung entsprechender Maßnahmen dürfen KMU jetzt mit der Unterstützung des Fraunhofer IPA rechnen. Die durch »go-effizient« geförderte Beratung setzt sich aus zwei Leistungsstufen zusammen. In der ersten werden Einsparmöglichkeiten im Rahmen einer Potenzialanalyse ermittelt. Die zweite Leistungsstufe umfasst eine detaillierte Maßnahmenplanung bis hin zu einer fachlichen Umsetzungsbegleitung und Vertiefungsberatung. Gegenstand der Beratungsprojekte sind alle Themenbereiche, die zu einer signifikanten Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz beitragen. Hierzu zählen unter anderem Bereiche der Produktkonstruktion und -dimensionierung wie z. B. Materialauswahl und Verschnitt-Optimierung. Einen wesentlichen Einfluss auf die Materialeffizienz haben ebenso der Produktionsprozess wie z. B. Bearbeitungsverfahren und Prozessparameter sowie das Umfeld der Produktion wie z. B. die Lagerhaltung, Produktionsplanung und Materialdisposition.

Die Entwicklung und Optimierung von ressourcenschonenden und energieeffizienten Produktionsprozessen, Produkten und Technologien über den gesamten Produktlebenszyklus gehören zu den Kernkompetenzen des Fraunhofer IPA. Dabei ermöglichen Life-Cycle-Management-Konzepte Unternehmen, insbesondere KMU, eine gesamtwirtschaftliche Optimierung ihrer Aktivitäten in Bezug auf Zeit, Kosten, Qualität sowie Umwelt und Energie. Der nachhaltigen Nutzung von Rohstoffen und Materialien kommt hierbei eine wesentliche Bedeutung zu. Durch seine 5 Geschäftsfelder und 14 Fachabteilungen ist das Fraunhofer IPA in der Lage, zugleich eine branchenspezifische, umfassende und hochspezialisierte Unterstützung zu bieten.

Die »Deutsche Materialeffizienzagentur demea« wurde auf Initiative des BMWi mit dem Ziel gegründet, das öffentliche Bewusstsein für Rohstoff- und Materialeffizienz zu stärken und Unternehmen bei der Erschließung und Umsetzung von Materialeffizienzpotenzialen zu unterstützen. Mithilfe der Förderung »go-effizient« werden 50 Prozent der Ausgaben für die Beratung zur Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz bezahlt. Förderberechtigt sind vor allem Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Unternehmensgröße von weniger als 250 Mitarbeitern sowie einem Jahresumsatz von höchstens 50 Mio Euro oder einer Jahresbilanz von höchstens 43 Mio Euro.

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