Chemie-Arbeitgeber wollen 2003 konjunkturgerechten Tarifabschluss
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Wiesbaden (dpa) - Wegen der schlechten Lage der chemischen Industrie hat der Bundesarbeitgeberverband Chemie in der Tarifrunde 2003 einen konjunkturgerechten Abschluss gefordert. Der letzte Tarifabschluss vom Frühjahr sei von einer zu optimistischen Entwicklung der wirtschaftlichen Entwicklung getragen gewesen, stellte der BAVC am Freitag in Wiesbaden fest. «Angesichts der bescheidenen Prognosen für 2003 und der anhaltenden politischen Unwägbarkeiten sind die Chemie-Tarifparteien gut beraten, diese Fehleinschätzung in der kommenden Tarifrunde zu korrigieren», heißt es in dem Informationsbrief für Führungskräfte.
Nach Berechnungen des BAVC wird der Umsatz 2002 um etwa 0,7 Prozent unter dem des Vorjahres liegen. Nehme man den Rückgang der Erzeugerpreise um etwa 0,8 Prozent hinzu, errechne sich für den realen Umsatz eine «schwarze Null». Die deutsche Chemie befinde sich damit in der Stagnation. Als im April 2002 für die westdeutsche Chemieindustrie Einkommenssteigerungen von 3,3 Prozent für 12 Monate vereinbart wurden, sei dies vor dem Hintergrund eines vermeintlich intakten Aufwärtstrends geschehen. Tatsächlich sei es mit der Konjunktur aber weiter bergab gegangen. «Der Tarifabschluss war damit nicht konjunkturgerecht und muss im Nachhinein als zu hoch bezeichnet werden.»
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