Zeitung: Sanofi-Aventis prüft «Squeeze Out» bei Hoechst AG

23.08.2004

Berlin (dpa) - Nach der Übernahme der Straßburger Aventis prüft der Pariser Pharmakonzern Sanofi nach einem Bericht der Tageszeitung «Die Welt» (Montag) nun auch ein «Squeeze Out» (engl: herauspressen) bei der Frankfurter Aventis-Tochter Hoechst AG. Das sei derzeit eine der angedachten Möglichkeiten bei Sanofi, berichtet das Blatt unter Berufung auf das Konzernumfeld. Zunächst werde den verbliebenen Hoechst-Aktionären ein Übernahmeangebot gemacht, das spätestens im September vorgelegt werden solle. Scheitere dieser Versuch, werde es wohl zu einer Zwangsabfindung kommen.

Derzeit sind noch knapp zwei Prozent der Aktien der Hoechst AG im Streubesitz. 98,1 Prozent der Anteile gehören zu Sanofi-Aventis, wie der neue Konzern seit Freitag heißt. Seit der Fusion mit Rhone- Poulenc zu Aventis 1999 fungierte die Hoechst AG, die in Frankfurt und New York gelistet ist, nur noch als Zwischenholding für das Pharmageschäft in Deutschland, Japan und China sowie für zahlreiche Firmen-Beteiligungen. Hauptgründe für einen «Squeeze Out» seien die Millionen-Belastungen durch die Börsennotierung und die geplante Verschmelzung der beiden Konzerne, heißt es in dem Bericht.

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