BMBF-Haushalt wächst um 500 Millionen Euro

Mehr Geld für Spitzenforschung und Nachwuchsförderung

11.09.2006

Mit einer Steigerung um fast 500 Millionen Euro auf 8,5 Milliarden Euro setzt der Haushaltsentwurf 2007 für den Etat des BMBF ein deutliches Zeichen für die Priorität von Bildung, Wissenschaft und Forschung in Deutschland. Bei der ersten Lesung des Haushalts im Bundestag betonte Bildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan: "Fokussierung auf Spitzentechnologie, Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie Förderung qualifizierter Fachkräfte und besonders begabter junger Menschen sind die Schwerpunkte der Politik der kommenden Jahre."

Damit Deutschland seine Spitzenposition im weltweiten Wettbewerb halten und ausbauen kann, investiert das BMBF gezielt in zukunftsträchtige Technologien - allein die Projektförderung wird 2007 um 14,4 Prozent auf 2,62 Milliarden Euro steigen. Mit der Hightech-Strategie setzt die Bundesregierung neue Anreize für eine anwendungsorientierte Wissenschaft, eine forschungsfreundliche Wirtschaft und zur Bündelung der Kräfte von Wissenschaft und Wirtschaft. Hier werden erstmals Forschungsförderung und Rahmenbedingungen konsequent gemeinsam betrachtet und eine Innovationspolitik aus einem Guss verwirklicht. Das BMBF wird hier allein insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro investieren.

Spitzentechnik braucht Spitzenforscher und hoch qualifizierte Fachkräfte. Durch gezielte Weiterentwicklung der beruflichen Bildung - hierfür stehen 23 Prozent mehr Mittel zur Verfügung - und einer Steigerung der Mittel für die Begabtenförderung in Schule, beruflicher Bildung und Hochschulen um 13 Prozent setzt Schavan auch hier ein klares Signal.

Im Zusammenhang mit der beruflichen Bildung betonte die Ministerin: "Die Bundesregierung steht dazu, allen ausbildungswilligen und -fähigen Jugendlichen die Chance für eine qualifizierte Ausbildung zu ermöglichen." Sie verwies auf das BMBF-Programm "Jobstarter" zur Schaffung zusätzlicher betrieblicher Ausbildungsplätze und zur Strukturverbesserung beruflicher Bildung in Problemregionen. Das 100-Millionen-Euro-Programm wurde um 25 Millionen Euro nochmals aufgestockt, um kleine und mittlere Unternehmen, Existenzgründer und Kammern noch stärker für die berufliche Ausbildung zu gewinnen.

Angesichts steigender Studierendenzahlen müssen auch die Hochschulen gestärkt werden. Bund und Länder werden mit dem Hochschulpakt 2020 gemeinsame Anstrengungen unternehmen, die die Hochschulen in die Lage versetzen werden, mehr Studierende besser auszubilden. Vor allem für die Stärkung der Hochschulforschung plant das BMBF bis 2010 mehr als eine Milliarde Euro ein.

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