K+S: Düngemittelnachfrage weiterhin deutlich unter dem gewohnten Niveau

Drosselung der Kaliproduktion wird auf das erste Halbjahr 2009 ausgedehnt

11.12.2008 - Deutschland

Die weiterhin verhaltene Nachfrage nach Kalidüngemitteln erfordert die Einführung befristeter Kurzarbeit auf einzelnen Standorten ab Januar 2009. K+S beantragt diese vorsorglich für das erste Halbjahr 2009. Im zweiten Halbjahr sollte sich die Nachfrage nach Kaliprodukten laut Unternehmen wieder spürbar beleben.

In Folge der globalen Finanzkrise sowie der gesunkenen Preise für Agrarprodukte ist die weltweite Nachfrage nach Düngemitteln unverändert verhalten. Dies hat Rückwirkungen auf die gesamte Düngemittel- wie auch die Kaliindustrie. Die Nachfrage nach Kaliprodukten liegt bei Kunden aus der Landwirtschaft wie auch bei Herstellern von Mehrnährstoffdüngemitteln deutlich unter dem gewohnten Niveau. Die Absatzlage bei Industrieprodukten ist davon derzeit nicht betroffen.

Bereits im laufenden Quartal hat K+S, wie andere große Kalihersteller weltweit, mit Produktionsdrosselungen auf die veränderte Situation reagiert. Damit verbunden ist eine Verlängerung der Feiertagspause bis Mitte Januar 2009, die über Freischichten und Arbeitszeitkonten ausgeglichen wird.

Da derzeit noch keine Anzeichen für eine kurzfristige Belebung der Nachfrage erkennbar sind, wird K+S vorsorglich für das erste Halbjahr 2009 Kurzarbeit beantragen. Über den Abschluss einer entsprechenden Betriebsvereinbarung verhandelt das Unternehmen zurzeit mit der Arbeitnehmervertretung.

Aufgrund der jeweiligen Produktstruktur sind zunächst die Standorte Hattorf (Hessen) und Unterbreizbach (Thüringen) bis Mitte Februar 2009 sowie das Werk Bergmannssegen-Hugo (Niedersachsen) wochenweise bis Mitte April von Stillständen betroffen. Alle anderen Standorte richten ihre Produktionssteuerung auf einen gedrosselten Durchsatz ein. Darüber hinausgehende Kurzarbeitsphasen im ersten Halbjahr, die sich aus heutiger Sicht wahrscheinlich nicht vermeiden lassen werden, werden für die einzelnen Standorte gesondert vereinbart.

K+S geht davon aus, dass die im Markt noch vorhandenen Lagerbestände an Düngemitteln bis Mitte 2009 von der Landwirtschaft verbraucht sein werden, so dass sich für das zweite Halbjahr die Nachfrage nach Kaliprodukten wieder spürbar beleben sollte.

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