18.01.2019 - BASF SE

BASF und Adani prüfen gemeinsame Investition in Acryl-Wertschöpfungskette in Indien

Erster CO2-neutraler BASF-Standort

BASF SE und die Adani-Gruppe haben am Vorabend des „Vibrant Gujarat Global Summit 2019“ eine Absichtserklärung zur Prüfung einer gemeinsamen Großinvestition im Bereich der Acryl-Wertschöpfungskette unterzeichnet. Dies wäre die bislang größte Investition von BASF in Indien. Der vorgesehene Standort würde am Hafen von Mundra im indischen Bundesstaat Gujarat liegen. Eine Machbarkeitsstudie wird bis Ende 2019 abgeschlossen werden.

In der gemeinsamen Erklärung bekunden BASF und Adani die Absicht, ein Joint Venture mit einer Gesamtinvestitionssumme von rund 2 Milliarden € (etwa INR 16.000 crore) zu gründen mit BASF als Mehrheitseigner. Die potenzielle Investition umfasst die Planung, den Bau und Betrieb von diversen Produktionsanlagen, einschließlich Propandehydrierung (PDH), Oxo-C4-Komplex (Butanole und 2-Ethylhexanol), Acrylsäure rein (GAA), Butylacrylat (BA) sowie möglicher weiterer nachgelagerter Produkte. Das Produktangebot richtet sich vorwiegend an den indischen Markt, um dessen vielfältige lokale Industriezweige, darunter Bau, Automobil und Lacke, zu bedienen. Derzeit wird der steigende Bedarf durch Importe gedeckt. Somit trägt das Vorhaben zur staatlichen „Make in India“-Initiative bei.

Gautam Adani, Chairman der Adani-Gruppe, sagte anlässlich der Unterzeichnung: „Angesichts des schnellen Wachstums der indischen Mittelschicht importiert Indien nach wie vor große Mengen an Petrochemikalien, was zu einem signifikanten Abfluss wertvoller Devisen führt. Unsere Partnerschaft mit BASF ist ein wichtiger Fortschritt für das ‚Make in India‘-Programm, da sie uns befähigt, einige der Chemikalien entlang der C3-Wertschöpfungskette, die wir derzeit importieren, selbst herzustellen. Die Infrastruktur von Mundra ist ideal für die Produktion von Chemikalien. Hinzu kommt, dass wir in der Lage sind, die Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen bereitzustellen. Dies macht die Zusammenarbeit in vielerlei Hinsicht einzigartig.“

„Das Vorhaben von BASF, in einen bedeutenden neuen Standort für die Acryl-Wertschöpfungskette in Indien zu investieren, unterstreicht unsere starke und langfristige Verbundenheit mit unseren indischen Kunden. Gemeinsam mit der Adani-Gruppe hätten wir die Möglichkeit, unseren Kunden hochwertige Chemikalien anzubieten und sie beim Ausbau ihrer Geschäfte zu unterstützen. Durch die Versorgung unserer Produktionsanlagen mit Energie aus erneuerbaren Quellen wären wir gleichzeitig in der Lage, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren“, sagte Dr. Martin Brudermüller, Vorsitzender des Vorstandes der BASF SE.

Im Einklang mit der klimaneutralen Wachstumsstrategie von BASF wäre der Chemiestandort in Mundra die erste CO2-neutrale Produktionsstätte des Unternehmens. Die Unternehmen haben ein Gesamtkonzept entwickelt, das neue Technologien und die vollständige Versorgung des Standorts mit erneuerbarer Energie beinhaltet. Daher plant BASF über die in der Absichtserklärung dargelegte Investition hinaus, sich mit einer Minderheit an einem gemeinsamen Wind- und Solarpark zu beteiligen.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Butylacrylat
Mehr über BASF
  • News

    Industrie will Batteriepass bis 2022 entwickeln

    (dpa) Die Industrie macht beim geplanten Pass für fair hergestellte Batterien Tempo. Bis Jahresende soll ein Prototyp entstehen, 2021 dann eine erste Version, wie der Dax-Konzern BASF als Mitglied der Global Battery Alliance (GBA) der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. «Bis Ende 2022 soll ... mehr

    BASF will mehr Frauen in Führungspositionen

    Bis 2030 will BASF den Anteil weiblicher Führungskräfte weltweit auf 30 Prozent steigern. Ende 2019 lag der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei 23,0 Prozent (2018: 21,7 Prozent). Im Jahr 2015 hatte sich BASF das Ziel zur Erhöhung des Anteils weiblicher Führungskräfte auf 22 bis 24 P ... mehr

    Bayer und BASF sollen Millionenstrafe zahlen

    (dpa) Eine US-Jury hat den Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer sowie den Chemiekonzern BASF im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Dicamba zu millionenschwerem Schadenersatz verurteilt. Insgesamt sollen die beiden Unternehmen dem Pfirsichbauern Bill Bader aus Missouri 265 Millionen Dolla ... mehr

  • Videos

    Industrielle Synthese von Ammoniak - Wie funktioniert das?

    Im September 1913 ging bei der BASF in Ludwigshafen die erste Produktionsanlage zur industriellen Synthese von Ammoniak in Betrieb. Das Haber-Bosch-Verfahren zur Ammoniaksynthese, das bei der BASF im September 1913 erstmals erfolgreich umgesetzt wurde, war der entscheidende Schritt ins Zeit ... mehr

  • Stellenangebote

    Manager Application LKW-Katalysatoren (m/w/d)

    Der Unternehmensbereich Catalysts ist der weltweit führende Anbieter von Umwelt- und Prozesskatalysatoren. Wir entwickeln Technologien zum Schutz der Luft, zur Kraftstoffproduktion und zur effizienten Herstellung von Chemikalien und anderer Produkte inklusive Batteriematerialien. Mit unsere ... mehr

  • Firmen

    BASF Polyurethanes GmbH

    Bei Polyurethanen ist BASF führender Anbieter von Systemen, Spezialitäten und Grundprodukten. Mit seinem weltweiten Netzwerk von 38 Polyurethan-Systemhäusern und seinem breiten Produkt- und Services-Portfolio ist das Unternehmen bevorzugter Partner seiner Kunden in vielen Branchen. Die BAS ... mehr

    BASF Fine Chemicals Switzerland SA

    mehr

    BASF Agrochemical Products B.V.

    mehr