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CSIC-Wissenschaftler erhöhen die neuroprotektive Kapazität von grünem Tee

Eine chemische Modifikation der Polyphenole ermöglicht es, ihre Stabilität in wässriger Lösung zu erhöhen

03.05.2019

Pixabay

Eine Studie, die von Wissenschaftlern des Instituto de Catálisis y Petroleoquímica und des Instituto de Parasitología y Biomedicina "López-Neyra", beide vom Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC), durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass eine chemische Modifikation des wichtigsten Antioxidans von grünem Tee eine Erhöhung der Stabilität in wässriger Lösung und eine Erhöhung der neuroprotektiven Kapazität in vitro ermöglicht. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Frontiers in Nutrition veröffentlicht.

Frühere Studien hatten die Fähigkeit verschiedener pflanzlicher Polyphenole dokumentiert, den Ausbruch degenerativer Krankheiten und pathologischer Prozesse wie Alzheimer, Parkinson, Schizophrenie oder Krebs zu verzögern. Dieser Effekt hängt oft mit der antioxidativen Aktivität dieser Moleküle und ihrer Fähigkeit zusammen, den Gehalt an reaktiven Sauerstoffspezies (ROS), einschließlich freier Radikale, zu reduzieren. Viele dieser Polyphenole weisen jedoch eine geringe Bioverfügbarkeit auf.

Im Gegensatz zu schwarzem Tee wird grüner Tee (Camellia sinensis) während der Verarbeitung nicht oxidiert oder belüftet, so dass seine bioaktiven Bestandteile nicht verändert werden. Eine Tasse grüner Tee enthält etwa 80 Milligramm einer antioxidativen Verbindung namens Epigallocatechin-Gallat oder EGCG.

Vorbeugung von neurodegenerativen Erkrankungen

"In der Natur sind viele dieser Polyphenole glykosyliert, d.h. mit einem Zuckermolekül konjugiert, hauptsächlich Glukose. Basierend auf diesem Phänomen haben wir zunächst vorgeschlagen, das Antioxidans EGCG zu glykosylieren, um seine Eigenschaften zu verbessern. Und das haben wir durch einen biokatalytischen Prozess erreicht", sagt Francisco J. Plou vom CSIC-Institut für Katalyse und Petrochemie.

Die Forscher haben die Modifikation des EGCG in Wasser, bei 50°C und mit einem Enzym eines thermophilen Bakteriums durchgeführt. Die Arbeit zeigt, dass die chemische Veränderung der Struktur des EGCG durch die Aufnahme einer Glukose erlaubt, die neuroprotektive Wirkung dieses Moleküls zu erhöhen.

"In Gegenwart von Wasserstoffperoxid, das als schädliches Mittel für Neuronen wirkt, beobachteten wir, dass sowohl das EGCG als auch die von uns synthetisierte Verbindung die Lebensfähigkeit von neuronalen Zellen erhöht. Am interessantesten war es zu sehen, dass dieser Schutz mit unserem Glykosid größer war als mit EGCG. Kurz gesagt, die chemische Veränderung der Katechinstruktur durch die Einarbeitung einer Glukose ermöglicht es, die neuroprotektive Wirkung dieses Moleküls zu erhöhen", hat der CSIC-Forscher detailliert beschrieben.

Die erzielten Ergebnisse können als Grundlage für zukünftige Anwendungen dieser Wirkstofffamilie, wie z.B. Nutraceuticals oder funktionelle Inhaltsstoffe, dienen, um neurodegenerative Erkrankungen zu verhindern. Im nächsten Schritt sollen die Laborergebnisse durch In-vivo-Studien bestätigt werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde mit einem Computersystem ohne menschlichen Eingriff übersetzt. LUMITOS bietet diese automatischen Übersetzungen an, um eine größere Bandbreite an aktuellen Nachrichten zu präsentieren. Da dieser Artikel mit automatischer Übersetzung übersetzt wurde, ist es möglich, dass er Fehler im Vokabular, in der Syntax oder in der Grammatik enthält. Den ursprünglichen Artikel in Spanisch finden Sie hier.

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