09.02.2021 - Statista GmbH

Startups in Deutschland scheinen die Coronakrise besser zu meistern als angenommen

Das vierte Quartal 2020 überrascht mit vielen Neugründungen

Gemeinsam mit startupdetector analysiert Statista bereits zum vierten Mal das Gründungsgeschehen der deutschen Startup-Szene. Milliardenhilfen und Kurzarbeit bleiben wichtige Mittel, um die Krise zu bewältigen, zeigt das Startup Quarterly. Allerdings mahnt der Bundesverband Deutsche Startups, dass noch nicht klar sei, wie viele Unternehmen die Krise nicht überstehen würden: Die ausgesetzte Insolvenzmeldepflicht könnte das Gesamtbild verzerren. Das vierte Quartal überrascht mit vielen Neugründungen. Es wurde mehr gegründet als im Vorjahreszeitraum fast genauso viel wie im dritten Quartal 2020. Insgesamt wurden zwischen September und Dezember 701 neue Startups im Handelsregister eingetragen – 54 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Dabei sind auch die Trends der Corona-Pandemie deutlich spürbar: 40 Prozent dieser Neugründungen wurden in den Bereichen Software, Medizin und E-Commerce erfasst. Im vierten Quartal entstanden die meisten Startups in der Software-Branche (110). Berlin bleibt unverändert Deutschlands Gründungsmetropole: Mit 188 neuen Startups war Berlin das Bundesland mit den meisten jungen Unternehmen. Auf Platz zwei folgt Nordrhein-Westfalen (131) und überholt Bayern (117). Trotz der vielen innovativen Startups bleibt der Frauenanteil gering: Nur 16 Prozent der Gründer waren weiblich.

Deutlicher Anstieg bei Startups mit Finanzierungsrunden: Mit 587 sind deutlich mehr Startups in Finanzierungsrunden als in den anderen drei Quartalen sowie mehr als im Vorjahr. Geld scheint bei den Investoren nach einem kleinen Corona-bedingten Rückgang nun besonders locker zu sitzen. Im Vergleich zum Vorquartal tätigten einige Venture Capitalists, Angels und Corporates deutlich mehr Investments. Die meisten VC Investments zählte im Q4 die Tier Mobility GmbH, die für ihre E-Scooter in deutschen Großstädten bekannt ist.

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