29.04.2021 - BASF SE

BASF startet stark in das Geschäftsjahr 2021

Umsatzwachstum um 16% auf 19,4 Milliarden €

„Den Rückenwind aus dem starken vierten Quartal 2020 konnten wir in das erste Quartal 2021 mitnehmen“, so lautet eine der Kernbotschaften des BASF-Vorstandsvorsitzenden Dr. Martin Brudermüller an die Aktionärinnen und Aktionäre bei der diesjährigen virtuellen Hauptversammlung. „BASF ist stark in das Jahr 2021 gestartet.“

Den Umsatz steigerte BASF im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 2,6 Milliarden Euro auf 19,4 Milliarden Euro. Maßgeblich hierfür waren höhere Preise und gestiegene Mengen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen nahm verglichen mit dem Vorjahresquartal um 42 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. Dies resultierte vor allem aus den deutlich gesteigerten Ergebnisbeiträgen der Segmente Materials und Chemicals. Auch Surface Technologies erhöhte das Ergebnis aufgrund der Erholung der Automobilproduktion deutlich. Alle Regionen trugen zum deutlichen Ergebnisanstieg der BASF-Gruppe im ersten Quartal 2021 bei.

Das EBIT erhöhte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 855 Millionen Euro auf 2,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (EBITDA vor Sondereinflüssen) stieg in demselben Zeitraum um 602 Millionen Euro auf 3,2 Milliarden Euro und das EBITDA um 748 Millionen Euro auf 3,2 Milliarden Euro.

Ergebnisentwicklung der BASF-Segmente im 1. Quartal 2021

Verglichen mit dem ersten Quartal 2020 stieg der Umsatz im Segment Chemicals um 16 Prozent deutlich auf 2,7 Milliarden Euro. Beide Bereiche steigerten ihren Umsatz. Ausschlaggebend hierfür war ein deutlich höheres Preisniveau. Der Absatz stieg ebenfalls deutlich. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag bei 558 Millionen Euro. Es nahm im Vergleich zum ersten Quartal 2020 in beiden Bereichen deutlich zu, vor allem bei Petrochemicals. Maßgeblich für die Ergebnisentwicklung waren jeweils höhere Margen infolge einer Erholung der Nachfrage, ein verbessertes Equity-Ergebnis und niedrigere Fixkosten.

Der Umsatz im Segment Materials nahm um 20 Prozent zu und lag mit 3,4 Milliarden Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals. Die Umsatzsteigerung war vor allem auf deutlich höhere Preise und Mengen zurückzuführen. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg deutlich auf 672 Millionen Euro, insbesondere aufgrund des deutlich höheren Ergebnisbeitrags von Monomers. Maßgeblich waren dort preisbedingt verbesserte Isocyanate-Margen.

Im Segment Industrial Solutions lag der Umsatz mit 2,1 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Hierbei stand ein leicht höherer Umsatz im Bereich Dispersions & Pigments einem leicht niedrigeren von Performance Chemicals gegenüber. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag mit 266 Millionen Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Ein deutlich höheres Ergebnis von Dispersions & Pigments konnte den deutlich niedrigeren Ergebnisbeitrag von Performance Chemicals nicht vollständig ausgleichen.

Das Segment Surface Technologies steigerte den Umsatz im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 37 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro. Dies resultierte im Wesentlichen aus einem höheren Preisniveau im Bereich Catalysts infolge gestiegener Edelmetallpreise. Ebenso trugen deutlich höhere Mengen in beiden Bereichen zur Umsatzentwicklung bei. Das EBIT vor Sondereinflüssen stieg deutlich gegenüber dem ersten Quartal 2020 und erreichte 360 Millionen Euro. Ausschlaggebend hierfür war der gesteigerte Absatz in beiden Bereichen. Niedrigere Fixkosten unterstützten die positive Ergebnisentwicklung insbesondere von Catalysts zusätzlich.

Der Umsatz im Segment Nutrition & Care nahm verglichen mit dem Vorjahresquartal um insgesamt 3 Prozent in beiden Bereichen leicht ab. Ausschlaggebend für die Umsatzentwicklung waren negative Währungseinflüsse, hauptsächlich aus dem US-Dollar. Das EBIT vor Sondereinflüssen ging im Vergleich zum Vorjahresquartal deutlich zurück. Der Ergebnisrückgang betraf beide Bereiche und resultierte maßgeblich aus niedrigeren Margen infolge des Umsatzrückgangs.

Im Segment Agricultural Solutions stieg der Umsatz gegenüber dem ersten Quartal 2020 leicht um 1 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Die Mengen lagen in allen Regionen über dem Vorjahresquartal. Weiterhin trug ein höheres Preisniveau zum Umsatzwachstum bei. Deutlich negative Währungseinflüsse wirkten gegenläufig. Das EBIT vor Sondereinflüssen lag mit 807 Millionen Euro auf dem Niveau des ersten Quartals 2020. Die starke Mengenentwicklung sowie niedrigere Fixkosten konnten die negativen Währungseinflüsse kompensieren.

Der Umsatz von Sonstige nahm im Vergleich zum ersten Quartal 2020 um 12 Prozent auf 783 Millionen Euro zu. Dies resultierte vor allem aus einem deutlichen Umsatzanstieg im Rohstoffhandel. Das EBIT vor Sondereinflüssen sank deutlich auf minus 560 Millionen Euro. Maßgeblich hierfür waren höhere Rückstellungszuführungen für variable Vergütungsbestandteile infolge des starken ersten Quartals 2021.

Dividendenvorschlag von 3,30 Euro je Aktie

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung der BASF SE eine Dividende von 3,30 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2020 vor. Dies entspricht der Dividende je Aktie für das Geschäftsjahr 2019. Bei Annahme dieses Ausschüttungsvorschlags werden am 4. Mai 2021 rund 3 Milliarden Euro an die Aktionärinnen und Aktionäre ausgezahlt. Auf Basis des Jahresschlusskurses von 64,72 Euro bietet die BASF-Aktie eine hohe Dividendenrendite von 5,1 Prozent. „Auch in Zukunft soll die BASF-Dividende für Sie attraktiv bleiben“, so Brudermüller bei der virtuellen Hauptversammlung.

Ausblick 2021 für die BASF-Gruppe

Die konjunkturellen Frühindikatoren sind in den vergangenen Monaten gestiegen und signalisieren eine stärkere Belebung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität als bisher von BASF unterstellt. Die in vielen Ländern wieder steigenden Infektionszahlen und anhaltenden Beschränkungen wirtschaftlicher Aktivitäten führen aber dazu, dass die konjunkturelle Lage nach wie vor äußerst fragil bleibt. Hinzu kommen Unterbrechungen in den globalen Lieferketten, die das Wachstum in der Industrie vorübergehend beeinträchtigen können. Vor diesem Hintergrund sind die im BASF-Bericht 2020 veröffentlichten Annahmen für das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts sowie der Industrie- und Chemieproduktion moderat angehoben worden. Die Erwartungen für den Ölpreis wurden ebenfalls angepasst.

Die Einschätzung zu den weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2021 wurde wie folgt angepasst (bisherige Prognose aus dem BASF-Bericht 2020 in Klammern):

  • Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 5,0 % (4,3 %)
  • Wachstum der Industrieproduktion: 5,0 % (4,4 %)
  • Wachstum der Chemieproduktion: 5,0 % (4,4 %)
  • US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,18 US$/€ (unverändert)
  • Ölpreis der Sorte Brent von 60 US$/Barrel im Jahresdurchschnitt (50 US$/Barrel)

Aufgrund der Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2021, der stärker als erwarteten Belebung der Weltwirtschaft sowie deutlich höherer Rohstoffpreise als geplant, wurde die im BASF-Bericht 2020 getroffene Prognose für die BASF-Gruppe wie folgt angepasst (bisherige Prognose aus dem BASF-Bericht 2020 in Klammern):

  • Umsatzwachstum auf einen Wert zwischen 68 Milliarden € und 71 Milliarden € (61 Milliarden € und 64 Milliarden €)
  • EBIT vor Sondereinflüssen zwischen 5,0 Milliarden € und 5,8 Milliarden € (4,1 Milliarden € und 5,0 Milliarden €)
  • Return on Capital Employed (ROCE) zwischen 9,2 % und 11,0 % (8,0 % und 9,2 %)
  • Steigerung des Umsatzes mit Accelerator-Produkten auf einen Wert zwischen 19 Milliarden € und 20 Milliarden € (18 Milliarden € bis 19 Milliarden €)
  • Stabilisierung der CO2-Emissionen auf einem Wert zwischen 20,5 Millionen Tonnen und 21,5 Millionen Tonnen (unverändert)

Das Marktumfeld bleibt von hoher Unsicherheit geprägt. Risiken können sich aus einer länger als angenommen anhaltenden Einschränkung der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten aufgrund von Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie ergeben. Chancen können sich aus einem schnelleren Impffortschritt und einer schnelleren Erholung der Gesamtwirtschaft sowie einer weiterhin anhaltenden positiven Margenentwicklung ergeben.

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