10.05.2021 - Statista GmbH

Startups in Zahlen: Innovative Gründungen im ersten Quartal

Berlin, München und Hamburg sind die Städte mit den bisher meisten Startup-Gründungen in 2021

Gemeinsam mit startupdetector analysiert Statista bereits zum fünften Mal das Gründungsgeschehen der deutschen Startup-Szene im DossierPlus Startups in Zahlen. Auch im ersten Quartal des Jahres stieg die Anzahl der Neugründungen und Finanzierungsrunden von Startups im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch einmal an. Nachdem zu Beginn der Corona-Pandemie viele Gründungsplanungen durch das verunsicherte Umfeld nicht getätigt wurden, kam zügig wieder viel Bewegung in die Branche. Insgesamt wurden 765 neue Startups gegründet. Dies waren rund 40 Unternehmen mehr als noch im gleichen Vorjahreszeitraum. Knapp die Hälfte fokussierte Geschäftsmodelle mit B2B-Ausrichtung.

Für die vielen Veränderungen durch die Corona-Pandemie, finden Startups Lösungen: Knapp 40 Prozent der innovativen Unternehmen wurden in den Branchen Software, Medizin und eCommerce gegründet. Mit 139 neugegründeten Startups bleibt die Softwarebranche die Nummer eins. Berlin ist mit 178 neuen Startups weiterhin die unangefochtene Nummer eins. Bayern überholt mit 137 neugegründeten Startups die vorherige Nummer zwei Nordrhein-Westfalen (132). In München allein wurden 84 junge, innovative Unternehmen gegründet, Hamburg liegt unter den Städten auf Platz drei (46). Der Frauenanteil unter den Gründer:innen stagniert weiter mit 16 Prozent auf niedrigem Niveau. Mit fast 60 Prozent war ein Großteil der Geschäftsführenden über 30 Jahre alt.

Auch die Zahl der Startups mit Finanzierungsrunden nimmt weiter zu: Fast 100 Startups mehr als im Vorjahreszeitraum und 20 mehr als im vergangenen Quartal haben in Q1 2021 Finanzierungsrunden durchlaufen. Im Alter von durchschnittlich 1,4 Jahren gingen Startups in ihre erste Finanzierungsrunde. Im Vergleich zum Vorquartal tätigten einige Angels und Corporates deutlich weniger Investments, allerdings war das Q4 des letzten Jahres für alle drei Investoren-Gruppen eine Art Corona-Rebound-Rekordquartal. Die Zahl der Investments durch Venture Capitalists nahm hingegen deutlich zu. Logistik-Start-Up sennder und HR-Start-Up Personio zählen die meisten VC-Investments.

Durch die Aussetzung der Insolvenzmeldepflicht besteht nach Angaben des Bundesverbandes Deutsche Startups noch immer Unklarheit, wie viele Startups die Krise nicht überstehen werden, jedoch hat die dynamische Entwicklung auch gute Ansätze geschaffen, um zu gründen.

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