BASF stärkt europäische Versorgungssicherheit für BDO durch höhere Produktion in Ludwigshafen

„...robuste und verlässliche regionale Produktionskapazitäten für viele nachgelagerte Industrien immer entscheidender“

17.02.2026
BASF SE

Der Standort Ludwigshafen aus der Vogelperspektive

Der Unternehmensbereich Intermediates der BASF ergreift gezielte Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit für seine europäischen Kunden entlang der Wertschöpfungskette von 1,4‑Butandiol (BDO) weiter zu stärken. Durch die schrittweise Erhöhung der Produktionsmengen in der BDO-Fabrik am Standort Ludwigshafen unterstützt BASF ihre Kunden in Europa mit einer stabilen und zuverlässigen Belieferung, während diese die Auswirkungen des jüngsten BDO-Antidumpingverfahrens bewältigen.1

Dank der stark integrierten Verbund-Struktur, die die gesamte Acetylenwertschöpfungskette umfasst, erhöht die gesteigerte BDO-Produktion des Unternehmens zugleich die Verfügbarkeit wichtiger Derivate wie Tetrahydrofuran (THF), Polytetrahydrofuran (PolyTHF®) und N‑Methyl‑2‑pyrrolidon (NMP) von BASF. Damit stärkt BASF kritische Downstream-Märkte, darunter Polymere, Lösungsmittel, Elastomere und Hochleistungsmaterialien, und ermöglicht eine stabile Produktionsplanung. Der Fokus auf Produktion in Ludwigshafen ist Teil des strategischen Engagements der BASF für den europäischen BDO‑ und Derivatemarkt und soll die langfristige Perspektive für BASF und ihre Kunden weiter festigen.

„In einem Umfeld globaler Marktverschiebungen und zunehmender Regionalisierung werden robuste und verlässliche regionale Produktionskapazitäten für viele nachgelagerte Industrien immer entscheidender“, erklärt Verena Siegel, Vice President Global Business Management für Butandiol und Derivate im BASF-Unternehmensbereich Intermediates.

Fokus auf nachhaltigere und zukunftsorientierte BDO‑Lösungen

Im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie erweitert die BASF kontinuierlich ihr Portfolio an nachhaltigeren Produkten, darunter beispielsweise biomassenbilanzierte (BMB) Varianten von BDO, THF und PolyTHF®, die fossile Rohstoffe einsparen und den CO2-Fußabdruck (Product Carbon Footprint, PCF) reduzieren. „Durch die höhere BDO‑Produktion in Ludwigshafen können wir Transportbedarfe minimieren und die Effizienz unseres Verbunds optimal nutzen, was zu einem geringeren PCF führt“, erklärt Sebastian Spicher, Senior Product Manager für Acetylen und Butandiol. „Gleichzeitig entwickeln wir neue Lösungen, die erneuerbare Energien und erneuerbare Rohstoffe nutzen.“ Diese Maßnahmen verbessern die Lebenszyklusleistung der BDO‑Derivate und unterstreichen das Engagement der BASF für nachhaltigere Wertschöpfungsketten.

BDO als essenzieller Baustein

BDO ist ein wichtiges Zwischenprodukt für zahlreiche nachgelagerte Märkte, darunter Polymere, Textilien, Automobiltechnik, Pharmazeutika und Konsumgüter. BASF zählt weltweit zu den führenden Herstellern von BDO und seinen Derivaten und betreibt zwei BDO‑Produktionsanlagen in Ludwigshafen (Deutschland) und Geismar (Louisiana).

Laut der Vorabmitteilung der Europäischen Kommission vom 8. Januar 2026 sollen Importe von BDO aus China, Saudi-Arabien und den Vereinigten Staaten mit vorläufigen Antidumpingzöllen belegt werden, nachdem erhebliche Dumping- und Schädigungsmargen festgestellt wurden.

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