Chemie-Tarifrunde: Verhandlungen erneut vertagt
Weg zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt strittig
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Die Chemie-Tarifverhandlungen sind auch in der zweiten Bundesrunde ohne Ergebnis geblieben. Die Verhandlungen für 1.700 Betriebe mit 585.000 Beschäftigten werden am 24./25. März in Bad Breisig fortgesetzt.
Weg zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt strittig
Schwierig gestaltet sich insbesondere die Diskussion um den Beitrag der Tarifparteien zur Wiedergewinnung der Wettbewerbsfähigkeit am Chemie-Standort Deutschland. Nach Jahren der Krise mit einem Produktionseinbruch von 20 Prozent, historisch schwacher Auslastung und Stellenabbau ist ein „Weiter so“ für die Arbeitgeber keine Option.
BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk: „In der Industrie haben sich die Rahmenbedingungen für Tarifpolitik fundamental verändert. Anders als über Jahrzehnte gewohnt, gibt es derzeit keine Zuwächse, die wir verteilen können. Im Gegenteil: Im Zentrum der Verhandlungen steht, wie wir die Lasten der Krise fair verteilen. Nachdem die Arbeitgeber mit dem Tarifabschluss 2024 massiv in Vorleistung gegangen sind, ist es nun vor allem an der IGBCE, sich zu bewegen. Die Unternehmen brauchen jetzt eine tarifpolitische Atempause, um sich so gut wie möglich neu aufzustellen.“
BAVC-Verhandlungsführer Bürk: „Weiter konstruktiv verhandeln“
„Wir müssen weiter verhandeln, um den Graben von beiden Seiten zuzuschütten. Am Ende brauchen wir einen Tarifabschluss, mit dem unsere Branche wettbewerbsfähiger wird.“ Nun gelte es, kühlen Kopf zu bewahren. „Wir werden weiter konstruktiv an einem Kompromiss arbeiten. Beide Seiten sind in der Pflicht, für Fortschritte in den Verhandlungen zu sorgen.“
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