Industriepilot bestätigt: Oxyle zerstört C3-PFAS zu mehr als 99,9 Prozent
Vor-Ort-Validierung als Grundlage für großtechnischen Einsatz
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Das Schweizer Cleantech-Unternehmen Oxyle hat seine PFAS-Zerstörungslösung erfolgreich bei einem Industriekunden vor Ort demonstriert. Der Pilot erweitert das wachsende Portfolio an Kundenvalidierungen und markiert einen weiteren Schritt in der Kommerzialisierung permanenter PFAS-Zerstörung.
Daniel Kunz Adliswil Switzerland
In einem Pilotprojekt in einem Industriebetrieb validierte Oxyle den Abbau und die Defluorierung hoher Konzentrationen einer ultrakurzkettigen C3-PFAS-Verbindung in zwei separaten Prozessabwasserströmen mithilfe von OxLight, der firmeneigenen photochemischen Reduktionstechnologie.
Der Nachweis permanenter Zerstörung unter realen Industriebedingungen belegt, dass auch schwer behandelbare ultrakurzkettige PFAS im industriellen Maßstab effektiv abgebaut werden können. Neben der Validierung der Behandlungsleistung lieferte der Pilot die verfahrenstechnischen und betrieblichen Erkenntnisse, die für den großtechnischen Einsatz und eine breitere Markteinführung erforderlich sind.
Feldergebnisse belegen Zerstörung in zwei komplexen Abwassermatrizen
Der Pilot untersuchte zwei Abwasserströme, die dieselbe ultrakurzkettige C3-PFAS-Verbindung enthielten, sich jedoch deutlich in Matrixzusammensetzung und Schadstoffkonzentration unterschieden. OxLight wurde dabei jeweils mit einem auf die spezifische Matrix abgestimmten Prozessdesign eingesetzt.
In einem anorganisch belasteten Abwasserstrom mit einem PFAS-Gehalt von rund 20–25 ppm erzielte das System einen Abbau von mehr als 99 Prozent; in einem organisch belasteten Strom mit PFAS-Konzentrationen von rund 70 ppm wurden mehr als 97 Prozent Abbau erreicht.
Fluoridfreisetzungsmessungen bestätigten zudem die Spaltung der Kohlenstoff-Fluor-Bindung – und lieferten damit den Nachweis einer permanenten PFAS-Zerstörung.
OxLight: Technologie zur PFAS-Zerstörung vor Ort
OxLight ist die firmeneigene Zerstörungstechnologie von Oxyle. Sie kombiniert UV-Licht mit Mediatorchemikalien, um PFAS-Verbindungen direkt am Entstehungsort abzubauen, und stellt damit eine Alternative zu Adsorptions- und Filtrationsverfahren dar, bei denen PFAS lediglich in verbrauchten Medien oder sekundären Abfallströmen konzentriert werden.
OxLight bildet die zentrale Abbaustufe innerhalb der modularen Zerstörungssysteme von Oxyle. Ergänzende Prozessstufen können je nach standortspezifischer Wasserchemie, PFAS-Profil, Einleitungsanforderungen und Behandlungszielen flexibel hinzugefügt werden.
Vor-Ort-Validierung als Grundlage für den großtechnischen Einsatz
Der Pilot lieferte neben dem Leistungsnachweis auch die verfahrenstechnischen und betrieblichen Daten, die für die Auslegung eines Full-Scale-Prozesses mit einem Abbauziel von 99,9 Prozent erforderlich sind. Das Projekt ermöglichte Einblicke in Prozessstabilität, Auslegungsparameter, Betriebsbedingungen und Wirtschaftlichkeit unter realen industriellen Bedingungen. Die Ergebnisse insgesamt stärken die Basis für den kommerziellen Einsatz der Oxyle-Lösungen in einem breiten Spektrum industrieller Abwasseranwendungen.
Dr. Fajer Mushtaq, Mitgründerin und CEO von Oxyle: „Ultrakurzkettige PFAS zählen zu den persistentesten und in der Wasseraufbereitung am schwierigsten zu behandelnden Schadstoffen. Die Pilotergebnisse belegen sowohl den erfolgreichen Abbau dieser Verbindungen als auch die Anpassungsfähigkeit unserer Lösung an die komplexen Abwasserbedingungen, mit denen Kunden in der Praxis konfrontiert sind. Der entstandene Datensatz bildet die empirische Grundlage für die Auslegung einer großtechnischen Anlage mit einem Behandlungsziel von mehr als 99,9 Prozent."
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