Akademiker in der Chemie: Mindestjahresbezüge steigen 2026 nach Einfrierung im Vorjahr

09.10.2026
Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.

VAA-Verhandlungsführerin Dr. Birgit Schwab und BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk

Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und die Interessenvertretung der Fach- und Führungskräfte in Chemie und Pharma (VAA) haben eine Anpassung der tariflichen Mindestjahresbezüge für akademisch gebildete naturwissenschaftliche und technische Angestellte vereinbart, die die weiterhin herausfordernde wirtschaftliche Lage der Chemie-Industrie abbildet.

Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Belastungen für viele Unternehmen und eines weiterhin schwachen wirtschaftlichen Umfelds steigen die tariflichen Mindestjahresbezüge für das Jahr 2026, nachdem sie im Vorjahr unverändert geblieben waren. Die tariflichen Mindestjahresbezüge im zweiten Beschäftigungsjahr betragen demnach

  • für diplomierte Angestellte und Angestellte mit Masterabschluss 74.950 Euro,
  • für Angestellte mit Promotion 87.125 Euro.

Gemeinsame Lösung in herausfordernden Zeiten

„Wir berücksichtigen mit der vereinbarten Anpassung die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation vieler Unternehmen und tragen zugleich den Interessen der Beschäftigten Rechnung. Die Lage der deutschen Chemie- und Pharmaindustrie bleibt angespannt. Deshalb war es wichtig, gemeinsam eine tragfähige Lösung zu finden, die den aktuellen Herausforderungen der Branche gerecht wird", betonte BAVC-Hauptgeschäftsführer Mathias Schöttke. Zudem haben die Tarifparteien vereinbart, vor dem Hintergrund der anhaltenden Transformationen, ein Konzept für eine gemeinsame Veranstaltung für Fach- und Führungskräfte zu aktuellen Herausforderungen der Arbeitswelt zu entwickeln und dieses umzusetzen. Damit wollen VAA und BAVC den sozialpolitischen Dialog auch über die aktuelle Einigung hinaus fortsetzen und vertiefen.

„Mit der Einigung setzen die Tarifparteien ein Zeichen für Verlässlichkeit in der Krise. Um Investitionen, Beschäftigung und Wertschöpfung am Standort Deutschland zu sichern, braucht es eine verantwortungsvolle Tarifpolitik."

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