BASF übertrifft Sparziel in Ludwigshafen - 3.000 Stellen weniger
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BASF hat die Kosten am Produktionsstandort Ludwigshafen mit dem Abbau von 3.000 Stellen und anderen Sparmaßnahmen dauerhaft um 480 Millionen Euro gesenkt. Damit wurde das im Oktober 2002 definierte Sparziel für den größten zusammenhängenden Chemiekomplex der Welt um 30 Millionen Euro übertroffen. Werksleiter Albert Heuser wies darauf hin, dass mit dem 20.000 Einzelmaßnahmen umfassenden Sparprogramm, das unter dem Titel Standortprojekt läuft, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes gesteigert werden soll. Die Maßnahmen zielen unter anderem darauf ab, die Leistungen interner Abteilungen so zu definieren, dass sie mit denen von externen Anbietern verglichen werden können.
"Ludwigshafen ist das Herz der BASF-Gruppe. Ohne ein erfolgreiches Ludwigshafen gibt es keine erfolgreiche BASF", sagte Heuser. Deshalb sei das größte und ehrgeizigste Restrukturierungsprojekt am Standort "dringend notwendig" gewesen. Ein weiteres Standortprojekt schloss er aus. Der "Schwung in den Köpfen" solle aber weiter genutzt werden. Das Werk liege bei der Wettbewerbsfähigkeit "ganz vorne". Die in Ludwigshafen gewonnenen Erkenntnisse sollten auch anderen BASF-Werken in Antwerpen, Tarragona und Schwarzheide zu Gute kommen.
Die Hälfte der Einsparungen entfiel auf den Abbau von 3.000 Stellen, die ohne betriebsbedingte Kündigungen bei den Beschäftigten von Produktion und Service eingespart wurden. Unabhängig vom Standortprojekt wurden zudem etwa 2000 Stellen in der Konzernzentrale sowie bei Forschung, Entwicklung, Marketing und Vertrieb abgebaut. Die Gesamtzahl der AG-Mitarbeiter sank deshalb seit 2002 von 39.354 auf 34.314 Ende Juni. Sie soll bis Ende 2007 ohne betriebsbedingte Kündigungen auf 32.000 sinken und vorerst auf diesem Niveau bleiben.
Die andere Hälfte wurde bei den Sachkosten gespart, unter anderem mit einer Verbesserung der Effizienz bei Serviceeinheiten. Dabei setzt die BASF auf mehr Wettbewerb: So sollen die internen Einheiten ihre Produkte wie Abfüllung oder Personalbeschaffung für interne "Kunden" so zuschneiden, dass sie mit Leistungen externer Anbieter verglichen werden können. Auch bei der Infrastruktur wurde gespart: So wurde die Zahl der Kesselwagen verringert, angemietete Büroflächen wurden aufgegeben und Restbrennstoffe besser verwertet.