Johnson & Johnson kauft Pfizer-Sparte für 16,6 Milliarden Dollar
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(dpa) Johnson & Johnson übernimmt die Verbraucherproduktsparte von Pfizer für 16,6 Milliarden Dollar (13,2 Mrd Euro) in bar. Dies berichtete Johnson & Johnson am Montag. Der Umsatz der Pfizer-Sparte lag 2005 bei 3,9 Milliarden Dollar. Sie bietet rezeptfreie Medikamente sowie zahlreiche andere Verbraucherprodukte an. Damit baut Johnson & Johnson seine eigene Produktpalette massiv aus.
Die Transaktion muss von den Wettbewerbsbehörden in Washington und in Brüssel genehmigt werden. Sie soll Ende 2006 über die Bühne gehen. Johnson & Johnson hat mit dem stolzen Kaufpreis das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline Plc übertrumpft. Auch die britische Pharmafirma Reckitt Benckiser hatte sich interessiert. Es sollen nach Wall-Street-Spekulationen auch andere internationale Pharmafirmen bei Pfizer angeklopft haben.
Pfizer hatte die Sparte im Februar zum Verkauf gestellt. Der Pharmakonzern wird sich nach Firmenangaben auf sein Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten konzentrieren. Pfizer-Konzernchef Hank McKinnell will die Gelder mit dazu verwenden, um Pfizer-Aktien im Gesamtwert von 17 Milliarden Dollar zurückzukaufen, davon sieben Milliarden Dollar im laufenden Jahr und zehn Milliarden Dollar 2007. Die Gesellschaft erwartet nach Steuern 13,5 Milliarden Dollar aus der Transaktion.
Der Kauf macht Johnson & Johnson zum globalen Branchenführer bei Verbraucher-Gesundheitspflegeprodukten, betonte Konzernchef William C. Weldon.
Johnson & Johnson hatte in diesem Jahr vergeblich versucht, den amerikanischen Herzschrittmacher- und Defibrillator-Anbieter Guidant zu kaufen und hatte 24,2 Milliarden Dollar für diese Firme geboten. Guidant war schließlich von dem medizintechnischen Konkurrenten Boston Scientific für 27,5 Milliarden Dollar geschluckt worden.
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