BASF und SINOPEC reichen Machbarkeitsstudie zur Erweiterung des Standorts Nanjing für 900 Millionen US$ ein
Neue Produktion geht schrittweise ab 2008 in Betrieb: Cracker-Erweiterung für 2009/2010 geplant
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Die BASF und die China Petroleum & Chemical Corporation (Sinopec Corp.) haben eine technische und wirtschaftliche Machbarkeitsstudie zur Erweiterung ihres Chemie-Verbundstandortes Nanjing bei der chinesischen Regierung eingereicht. Der Standort, der von dem Gemeinschaftsunternehmen BASF-YPC Co. Ltd. (BYC) betrieben wird, soll damit durch neue Investitionen in Höhe von 900 Millionen US$ ausgebaut werden.
Die Studie wurde am 17. März mit ihrer Unterzeichnung durch Wang Tianpu, Präsident der China Petrochemical Corporation (Sinopec-Gruppe) und BASF-Vorstand Dr. Martin Brudermüller in Peking formell abgeschlossen. Eckpfeiler der geplanten Investition sind:
- Erweiterung des Steamcrackers von 600.000 auf etwa 750.000 Tonnen Ethylen pro Jahr;
- Ausbau der Ethylenoxidanlage (EO) und Entwicklung von EO-Derivaten um die Ethylen-Wertschöpfungskette zu stärken, die Tenside für Waschmittel und das Lösemittel Butylglykolether produziert; zusätzliche Pläne für die Produktion von Ethanolaminen und Ethylenaminen für Agrochemikalien sowie Dimethylamin (DMA-3) für Flockungsmittel;
- Entwicklung der C4-Wertschöpfungskette, einschließlich C4-Spezialitäten: Butadien und Isobuten als Chemierohstoffe, 2-Propylheptanol für einen neuen Weichmacher und Polyisobuten-Derivate als Ausgangsstoffe für Kraftstoff- und Schmiermitteladditive;
- Erweiterung der Acrylsäure-Wertschöpfungskette für die Produktion von Superabsorbern für die Hygieneindustrie und industrielle Anwendungen.
- Ausbau der Anlagen für Oxo-Alkohole und Propionsäure.
Die erweiterte Produktion soll schon ab diesem Jahr schrittweise anlaufen. Die Cracker-Erweiterung ist für 2009/2010 geplant.