03.07.2008 - Thermo Fisher Scientific, Inc.

Thermo Fisher Scientific und Evonik Industries kooperieren im Hinblick auf Weiterentwicklung der Schmelzextrusion

Thermo Fisher Scientific Inc. und Pharma Polymers, ein Geschäftsbereich von Evonik Industries, haben heute ihre Kooperation mit dem Ziel der Weiterentwicklung der Schmelzextrusion für die pharmazeutische Industrie bekannt gegeben. Die Beschaffenheit des EUDRAGIT® Polymers sowie die Expertise von Evonik in diesem Bereich in Verbindung mit den führenden Instrumenten von Thermo Fisher Scientific stellen die Voraussetzungen für ein gemeinsames Ziel der beiden Unternehmen dar: nämlich die Überwindung von Prozessgrenzen in der pharmazeutischen Entwicklung wie der Bioverfügbarkeitsverbesserung von Wirkstoffen oder die Verkürzung der Entwicklungszeiten von Medikamenten. Die Teams von Evonik und Thermo Fisher Scientific werden in einer Niederlassung von Pharma Polymers in Mumbai, Indien, zusammenarbeiten und sich auf Machbarkeitsstudien bzw. Testläufe für Unternehmen der Pharmaindustrie konzentrieren.

"Dies ist eine aufregende Entwicklung für beide Unternehmen und unsere Kunden. Diese neue Zusammenarbeit ermöglicht es uns, unser Know-how im Bereich von Instrumenten, Prozessabläufen und Extrusion mit erstklassigen Polymerfunktionalitäten zu verbinden und damit letztendlich unseren Kunden optimierte Ergebnisse zu präsentieren", sagte Chris Knowles, Leiter von Global Sales & Service Material Characterization bei Thermo Fisher Scientific. "Unsere Zusammenarbeit im rasant wachsenden indischen Markt ist erst der Anfang, und wir glauben, dass die Kombination unserer Technologie mit den talentierten Köpfen bei Evonik die Branche verändern wird."

Die Schmelzextrusion bzw. die Einbindung eines Medikaments in polymeres Trägermaterial bei gleichzeitiger Formung des Verbundmaterials verbessert die Bioverfügbarkeit und dient der Geschmacksmaskierung. Weitere Vorteile liegen in der Verkürzung der Produktionszeiten und der homogenen Mischung des Medikaments. Die Schmelzextrusion kombiniert mehrere Verfahrensschritte der konventionellen Methode: So werden das Schmelzen, Mischen, Kneten, Belüften und die Extrusion miteinander in einem permanenten Extrusionsprozess vereint. Die Schmelzextrusion ist ein Prozess, der für die pharmazeutische Industrie neu entdeckt wurde. Herstellern aus dieser Branche fehlen oft die notwendigen Maschinen und die Sachkenntnis, um die Vorteile, die sich aus der Verwendung der EUDRAGIT® Polymere und der Thermo Fisher Scientific Instrumente ergeben, erfassen zu können. Durch diese Kooperation haben die beiden Unternehmen erstmals vor Ort eine Möglichkeit für Scale-up Versuche von EUDRAGIT® Polymeren unter Verwendung der Thermo Scientific PharmaLab Produktpalette geschaffen.

"Durch unsere Arbeit mit Thermo Fisher Scientific werden wir schneller in der Lage sein, auf Kundenanforderungen zu reagieren und unseren Kunden mehr Optionen bieten zu können," sagte Dr. Hema Ravishankar, Leiterin Pharma Polymers in Indien bei Evonik Industries. "Wir bieten unseren Kunden neben der Technologie auch die praktische Erfahrung durch regelmäßige Seminare. Diese Kombination ist ausschlaggebend für ein grundlegendes Verständnis der Möglichkeiten, welche die Schmelzextrusion ihnen für ihr Geschäft bietet."

Fakten, Hintergründe, Dossiers
  • Thermo Fisher Scientific
  • Evonik Industries
  • Evonik
  • Pharmaindustrie
  • Indien
  • HEMA
Mehr über Thermo Fisher Scientific
Mehr über Evonik
  • News

    Evonik bewältigt die Krise gut

    In einem anhaltend herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld bewältigt Evonik die Krise weiterhin gut. Im dritten Quartal erreichte der Konzern ein bereinigtes EBITDA von 519 Millionen €, lediglich 4 Prozent unter dem Vorjahresquartal. Der Umsatz beläuft sich auf 2,92 Milliarden €, nac ... mehr

    Chemieprojekte zum nachhaltigen Umgang mit Wasser prämiert

    Trockenheit und heiße Sommer bestimmen vielerorts die Diskussion über Wasser. Dass die chemisch-pharmazeutische Industrie mit dieser Ressource verantwortlich umgeht, zeigen die Preisträger des diesjährigen Responsible-Care-Wettbewerbs. Sie wurden vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) a ... mehr

    Für eine klimafreundliche Industrie: Kohlendioxid und Wasserstoff als Rohstoffe für nachhaltige Chemikalien nutzen

    Evonik und Siemens Energy haben eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Versuchsanlage in Betrieb genommen, die Kohlendioxid und Wasser zur Herstellung von Chemikalien nutzt. Die notwendige Energie liefert Strom aus erneuerbaren Quellen. Die Versuchsanlage ste ... mehr

  • Firmen

    Evonik Industries AG

    Die Infracor GmbH – eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Evonik Industries AG – ist Betreiber des Chemieparks Marl und Dienstleister für die dort ansässigen Gesellschaften sowie für Unternehmen außerhalb des Chemieparks. Als integraler Standortbetreiber und Komplettdienstleister erfü ... mehr

    Evonik Industries AG

    Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie. Der Fokus auf attraktive Geschäfte der Spezialchemie, kundennahe Innovationskraft und eine vertrauensvolle und ergebnisorientierte Unternehmenskultur stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Sie sind die Hebel fü ... mehr

    Evonik Technology & Infrastructure GmbH

    Die Analytik von Evonik ist Teil der Einheit Technology & Infrastructure. Wir verstehen uns als Ihr Problemlöser für Fragestellungen aus den Bereichen der Pharmaindustrie und Spezialchemie. Die Umsetzung der Analysen erfolgt je nach Aufgabenstellung an unseren Laborstandorten in Darmstadt, ... mehr

  • q&more Artikel

    Blick aufs Ganze

    Die Richtlinien der „guten Herstellungspraxis“ (Good Manufacturing Practice, GMP) sind heutzutage die Basis für jegliche Produktion und Vermarktung von pharmazeutischen ­Wirkstoffen (Active Pharmaceutical Ingredients, APIs) und Arzneimitteln. Umfangreiche ­Qualitätsmanagementsysteme dokumen ... mehr

  • Autoren

    Dr. Franz Rudolf Kunz

    Franz Rudolf Kunz, geb. 1958, absolvierte Diplom-Chemiestudium und Promotion an der Universität des Saarlandes (Saarbrücken) in den Fachbereichen Chemie bzw. Pharmazie und biologische Chemie. 1988 trat er in die analytische Abteilung der Forschung Organische Chemie der damaligen Degussa AG ... mehr