TÜV SÜD als Prüfstelle für Leckanzeiger akkreditiert

TÜV SÜD Industrie Service hat vom DIBt die Akkreditierung als zugelassene Prüfstelle für Sicherheitseinrichtungen von Behältern und Rohrleitungen mit Lecküberwachung - Leckanzeigegeräte im Unter- bzw. Überdruck erhalten

06.10.2010 - Deutschland

Chemische Stoffe, Mineralöle oder Kraftstoffe werden in chemischen Anlagen, Raffinerien oder Tanklagern immer häufiger in doppelwandigen Behältern und Rohrleitungen gelagert und transportiert. Zuverlässige und zertifizierte Systeme zur Lecküberwachung sind dabei unverzichtbar. TÜV SÜD Industrie Service hat vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) die Akkreditierung als zugelassene Prüfstelle für Sicherheitseinrichtungen mit Lecküberwachung erhalten. Mit einer hochmodernen Druck-Prüfanlage können die TÜV SÜD-Experten zudem die Funktion von Leckanzeigesystemen besonders exakt beurteilen.

„Mit der Akkreditierung durch das DIBt können wir als unabhängige Prüfstelle die Zuverlässigkeit und Genauigkeit von Leckanzeigesystemen beurteilen und zertifizieren“, sagt Marcus Demetz, Leiter des Instituts für Kunststoffe der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. Die Experten prüfen nach den Zulassungsgrundsätzen des DIBt für Leckanzeiger und den Vorgaben der DIN EN 13160-2 Leckanzeigesysteme - Über- und Unterdrucksysteme.

Individuelle Beurteilung und Zertifizierung

Zur Lagerung von chemischen Stoffen, Mineralölen oder Kraftstoffen kommen in chemischen Anlagen, Raffinerien oder Tanklagern immer häufiger doppelwandige Behälter und Rohrleitungen zum Einsatz. Leckanzeigesysteme verfügen über einen Leckdetektor bzw. eine Leckagesonde, die mögliche Druckveränderungen in der Sicherheitshülle registriert und im Fall einer Leckage rechtzeitig Alarm auslöst. Marcus Demetz: „Aufgrund der Vielzahl von Füllgütern und technischen Lösungen bei Behältern und Rohrleitungen setzt die individuelle Beurteilung und Zertifizierung von Leckanzeigesystemen jahrelange Erfahrung in der Sicherheitstechnik sowie die Ausstattung mit modernsten Prüfanlagen voraus“, erklärt Demetz. „Nur so lassen sich die weit reichenden sicherheitstechnischen und umweltrechtlichen Vorgaben zuverlässig und wirtschaftlich umsetzen.“

Höhere Messgenauigkeit mit moderner Vakuum-Prüfanlage

Die Zuverlässigkeit eines Unter- oder Überdrucksystems zur Lecküberwachung hängt maßgeblich davon ab, wie genau dessen Sensoren einen Druckwechsel und somit eine Leckage erkennen und Alarm auslösen. Bei der Prüfung der Systeme steht deshalb die Schaltpunktgenauigkeit von definierten Druckschaltpunkten im Vordergrund. Mit der hochmodernen Vakuum-Druckschaltpunkt-Prüfanlage VDS0250 können die Experten des TÜV SÜD-eigenen Instituts für Kunststoffe in einem Absolutdruckbereich vom Umgebungsdruck bis zu einem Minimaldruck von 250 mbar arbeiten. Bei Überdruckgeräten sind bis zu 4 bar möglich. Getestet wird in einem Temperaturbereich von -25 bis +70°C mit aus der Norm vorgegebenen Temperaturprofilen.

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