Stoffdatenbank soll die Europäische Union bei Vorbereitung auf neue Chemikaliengesetzgebung REACH unterstützen
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Die TechniData AG entwickelt im Auftrag der Europäischen Union (EU) die Stoffdatenbank IUCLID weiter. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von zwei Millionen Euro und soll 2006 abgeschlossen sein. Bis dahin wird TechniData erhebliche Entwicklungsarbeit in die Erweiterung der IUCLID-Datenbank investieren.
Die EU setzt IUCLID bislang zur Verwaltung von Altstoffen und Bioziden ein und will nun das Konzept der IUCLID-Datenbank auf das Thema REACH ausweiten. Wenn die zukünftige europäische Chemikaliengesetzgebung REACH in Kraft tritt, werden mehr als 40 heute bestehende Richtlinien und Verordnungen hinfällig. Die EU selbst und die Länderbehörden stehen damit vor veränderten Aufgaben. Umdenken müssen auch Unternehmen, die innerhalb eines Jahres mehr als eine Tonne einer Chemikalie herstellen.
Das REACH-System soll Chemikalien in einer zentralen Datenbank registrieren und dabei Angaben über Eigenschaften, Verwendung und Umgang speichern. Wie viele Informationen in dieser Datenbank hinterlegt werden müssen, ist abhängig von den produzierten Mengen. Die sicherheitsrelevanten Angaben müssen in der Lieferkette weitergegeben werden. So werden aus Stoffdaten Registrierungs-Dossiers, die von einer neu zu schaffenden europäischen Agentur entgegengenommen und geprüft werden. Im Klartext heißt das: Es wird nicht nur überwacht, welche Stoffe im Einsatz sind, sondern auch die Qualität der Dossiers wird bewertet.
Das Datenbanksystem IUCLID wird im Auftrag der EU von TechniData entwickelt. Ursprünglich hatte IUCLID die Aufgabe, nach bestehender Gesetzeslage Altstoffe zu verwalten. Heute hat sich IUCLID zu der weltweit anerkannten Lösung für die Verwaltung und den Austausch von Chemikalien entwickelt. Die neue Version 5.0 ist jetzt darauf ausgelegt, Stoffdaten nach den Regularien von REACH korrekt zu erfassen und Dossiers zu erstellen, die dann von mehr als 6.000 Unternehmen zur Bewertung an die nationalen Behörden eingereicht werden.
Damit Unternehmen diese Aufgaben besser bewältigen können, arbeitet TechniData mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) und der SAP an einer Software-Lösung zur Ermittlung und Überwachung von Produktions- und Importmengen. Firmen sollen damit die Mengenschwellen zur Registrierungspflicht gemäß REACH einfach und zuverlässig erkennen können. Nach Abschluss der Spezifikaktion wird TechniData die Anforderungen in die Umweltmanagement-Lösung SAP EH&S umsetzen.
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