Können wir unseren Messungen wirklich immer trauen? - Das Rätsel ungewöhnlich hoher Nitrosaminwerte in Lyocell-Anlagen
Ein als artefaktfrei beworbenes Probenröhrchen für die Nitrosamin-Messung in der Luft lieferte plötzlich alarmierend hohe Werte für ein Nitrosamin, das so in der Anlage gar nicht vorkommen sollte – vierfach höher als bei einer Vergleichsmessung mit vorgeschalteter Waschflasche.
In diesem Webinar zeigt Sebastian Schönauer, wie sein Team dieser Diskrepanz systematisch auf den Grund ging – und dabei zeigte, dass kommerzielle Thermosorb-Röhrchen für die Luftmessung entgegen der Herstellerangabe unter dem Einfluss von Stickoxiden selbst Nitrosamine bilden können.
Das nehmen Sie mit:
- Wie sich durch gezielte NOx-Beaufschlagung im Nachhinein nachweisen ließ, dass ein instabiles Zwischenprodukt aus dem Prozesslösungsmittel als aktiver Vorläufer auf dem Röhrchen selbst zum Nitrosamin reagiert
- Wie sich das Problem durch einen vorgeschalteten, imprägnierten Filter deutlich entschärfen und die gemessenen Werte auf ein realistischeres Niveau senken ließen
- Warum kritisches Hinterfragen etablierter Standardmethoden – gerade bei neuen Matrices – unverzichtbar bleibt und sich mit vollautomatisierten Systemen allein nicht ersetzen lässt
Ideal für alle, die in der Analytik von Gefahrstoffen in der Luft arbeiten und sich auf validierte Methoden verlassen müssen.
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Sebastian Schönauer
Können wir unseren Messungen wirklich immer trauen? - Das Rätsel ungewöhnlich hoher Nitrosaminwerte in Lyocell-Anlagen
















