Investorensuche für großes Chemiewerk in Leuna ist gescheitert
Als Grund nennt die Geschäftsführung den Preisdruck chinesischer Anbieter
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Das große Chemiewerk des insolventen Unternehmens Leuna Polyamid droht, eine Industrieruine zu werden. "Wir haben bisher leider kein verbindliches Angebot eines Investors erhalten", sagte Geschäftsführer Martin Naundorf der Mitteldeutschen Zeitung (Dienstag-Ausgabe). Die Anlagen würden bis Ende September noch produzieren, um Kundenaufträge abzuarbeiten. "Danach wollen wir die Anlagen in Eigenregie herunterfahren", so Naundorf. Das werde 15 bis 20 Tage dauern. Etwa 400 Beschäftigte sind betroffen.
Leuna Polyamid aus Leuna (Saalekreis) war als Auffanggesellschaft gegründet worden und hatte am 1. April das insolvente Domo-Werk übernommen. In den Anlagen werden Kunststoffe und Düngemittel produziert. Doch zweieinhalb Monate nach dem Neustart geriet auch Leuna Polyamid in Schieflage und meldete Insolvenz in Eigenverwaltung an. Als Grund für die gescheiterte Investorensuche nennt Naundorf den enormen Preisdruck chinesischer Anbieter.
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