Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Chemie-Arbeitgeber wollen Tariferhöhung an Produktivität und Inflation ausrichten

21.01.2015

Die Chemie-Arbeitgeber in Baden-Württemberg lehnen die Forderung der Chemie-Gewerkschaft nach 4,8 Prozent mehr Entgelt ab. In der laufenden Tarifrunde gehe es darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und damit die Zukunft des Standortes zu sichern. "Wir haben einen sehr geringen Verteilungsspielraum", so der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Chemie Baden-Württemberg (agvChemie), Thomas Mayer.

Für die Chemie-Arbeitgeber sei es unverständlich, dass die Gewerkschaft vollkommen unrealistische Forderungen erhebt: "Die Produktivität in der Chemie ist seit Jahren rückläufig, die Erzeugerpreise sinken und die Inflation liegt unter einem Prozent". Thomas Mayer: "Jeder Prozentpunkt beim Abschluss, der über diesem Verteilungsspielraum liegt, kostet Arbeitsplätze". Die zu verhandelnde Entgelterhöhung dürfe daher nur sehr maßvoll sein, damit die Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern könnten. Die überwiegend mittelständischen Unternehmen der Chemie-, Pharma- und Lackindustrie erwarten von einem Flächentarifvertrag, dass er sich nicht an den Stärksten orientiere, betonte Mayer.

Bei dem weiter von der Gewerkschaft angesprochenen Thema Demografie sei bislang Konsens gewesen, dass die Mitarbeiter solange wie möglich gesund und leistungsfähig in den Betrieben bleiben. "An diesem Ziel hat sich nichts geändert."

"Die Verhandlungen werden hart", zog der Chemie-Hauptgeschäftsführer Zwischenbilanz. "Wir werden die Interessen unserer Unternehmen engagiert vertreten. Ein starker Chemie-Standort Baden-Württemberg ist auch im Interesse der Beschäftigten."

Der agvChemie verhandelt ab dem 29. Januar 2015 mit der Chemie-Gewerkschaft die neuen Entgeltsätze für die etwa 72.000 Beschäftigten in der Branche. Die Auftaktverhandlung findet in Karlsruhe statt.

Fakten, Hintergründe, Dossiers
Mehr über Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg
  • News

    Responsible Care-Auszeichnung 2019 für CHT Germany

    Umfassende Verantwortung für die eigenen Produkte übernehmen: Dafür wurde das Unternehmen CHT Germany aus Tübingen mit dem Responsible Care Award 2019 des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) Baden-Württemberg ausgezeichnet. Einen Sonderpreis zur Nachhaltigkeit in der digitalen Transfor ... mehr

    Rote Null bei Chemie und Pharma in Baden-Württemberg

    Die chemische Industrie in Baden-Württemberg hat das Jahr 2018 mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen: Die Umsätze der Chemie- und Pharmafirmen im Südwesten gingen um 0,3 Prozent auf 21,2 Milliarden Euro zurück. Das teilten die Verbände der Branche (ChemieBW) am Dienstag in Stuttgart auf ih ... mehr

    Chemie-Arbeitgeber weisen überhöhte Forderung zurück

    Ohne Ergebnis haben sich die Tarifkommissionen von Chemie-Arbeitgebern und Gewerkschaft in Karlsruhe am Montag getrennt. In der Auftaktverhandlung versuchte die Gewerkschaft ihre Forderung nach 6 Prozent mehr Entgelt und umgerechnet 1 Prozent mehr Urlaubsgeld zu begründen. Der Verhandlungsf ... mehr

  • Verbände

    Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V.

    Aufgaben und Ziele * Wir schließen für unsere Mitgliedsunternehmen regionale Entgelttarifverträge ab - die der individuellen Situation einzelner Unternehmen flexibel angepasst werden können. * Bei Tarifverträgen auf Bundesebene achten wir darauf, dass die Vorstellungen der baden-wü ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.