Pflanzliches Polymer PEF soll Haltbarkeit in starren Lebensmittelverpackungen verlängern

Klöckner Pentaplast sichert sich Kapazitäten aus künftigen Avantium-Lizenzanlagen für thermogeformte Verpackungen in Europa

17.09.2026
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Symbolbild

Avantium N.V., ein führender Anbieter von erneuerbaren und kreislauffähigen Polymerwerkstoffen, gab heute die Unterzeichnung einer Kapazitätsreservierungsvereinbarung mit Klöckner Pentaplast (kp films) bekannt, einem weltweit führenden Anbieter von starren und flexiblen Verpackungen sowie Spezialfolienlösungen. Die Vereinbarung unterstützt das Bestreben der Unternehmen, den Einsatz von Avantiums pflanzenbasiertem Polymer PEF (Polyethylenfuranoat) unter dem Markennamen „releaf®“ in thermogeformten Lebensmittelverpackungsanwendungen zu untersuchen, darunter Lebensmittelschalen und andere Verpackungen zum Schutz von frischen und verarbeiteten Lebensmitteln.

„releaf®“ ist ein pflanzliches Hochleistungspolymer, das aus FDCA (Furandicarbonsäure), dem Flaggschiff-Molekül von Avantium, hergestellt wird. Da die Verpackungsindustrie nach Lösungen sucht, die hohe Leistungsfähigkeit, Recyclingfähigkeit und einen geringeren ökologischen Fußabdruck vereinen, stellt „releaf®“ ein innovatives Material dar, das derzeit für Verpackungsanwendungen evaluiert wird. Seine Barriereeigenschaften gegenüber Sauerstoff und Kohlendioxid bieten das Potenzial, die Haltbarkeit in ausgewählten starren Verpackungsanwendungen zu verlängern, wodurch Lebensmittel länger frisch bleiben und zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen beigetragen wird. Diese Barriereeigenschaften werden derzeit auch für den Einsatz in flexiblen Deckfolien und Schlauchbeutelverpackungen geprüft, die eine hohe Barrierewirkung erfordern. Gleichzeitig kann sein geringerer CO₂-Fußabdruck die Nachhaltigkeitsziele von Marken und Verarbeitern unterstützen. Darüber hinaus könnte releaf® die Entwicklung von Verpackungsstrukturen fördern, die auf Recyclingfähigkeit ausgelegt sind, und damit eine Alternative zu herkömmlichen Mehrschichtschalen bieten, deren Recycling schwieriger ist.

Im Hinblick auf die nächste Entwicklungsphase hat kp eine Vereinbarung zur Kapazitätsreservierung unterzeichnet, die den Zugang zu künftigen Mengen von releaf ® aus potenziellen Anlagen im industriellen Maßstab sicherstellt, die von Lizenznehmern unter Verwendung der Technologie von Avantium gebaut und betrieben werden sollen. Die Vereinbarung ebnet einen möglichen Weg für den künftigen kommerziellen Einsatz von releaf® in thermogeformten Lebensmittelverpackungen in ganz Europa und steht im Einklang mit der Strategie von Avantium, ein globales Netzwerk lizenzierter PEF-Produktionsanlagen aufzubauen. Die Vereinbarung erleichtert zudem laufende Evaluierungsmaßnahmen und den potenziellen zukünftigen Zugang zu Mengen, sofern das Material die technischen, regulatorischen und kommerziellen Anforderungen erfüllt.

Samuel Pardo, Senior Innovations Manager bei Klöckner Pentaplast, sagte: „Bei kp erforschen wir kontinuierlich innovative und neue Verpackungsmaterialien, die unseren Kunden helfen können, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig die für Lebensmittelverpackungsanwendungen erforderliche hohe Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Releaf® vereint nachwachsende Rohstoffe mit Barriereeigenschaften, was es zu einer interessanten Option für die Bewertung in thermogeformten Lebensmittelverpackungsanwendungen macht. Im Rahmen dieser Vereinbarung planen wir, die Leistung, Verarbeitbarkeit und Eignung des Materials als Teil unseres umfassenderen Innovationsprogramms weiter zu bewerten.“

Marco Jansen, Chief Commercial Officer bei Avantium, kommentierte: „Wir freuen uns sehr, unsere Zusammenarbeit mit kp, einem weltweit führenden Verpackungsunternehmen, zu vertiefen. Thermogeformte Lebensmittelverpackungen sind ein wichtiger Markt für PEF, auf dem die Kombination aus Barriereeigenschaften, Recyclingfähigkeit und erneuerbarer Herkunft einen greifbaren Mehrwert schaffen kann. Diese Kapazitätsreservierung zeugt vom wachsenden Marktinteresse an PEF und unterstützt unsere Strategie, durch Technologielizenzierung eine zukünftige PEF-Produktion im industriellen Maßstab zu etablieren.“

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